• 04.03.2019, 08:00:01
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Greenpeace warnt vor MSC-Fisch am Aschermittwoch

Heimischer Fisch ist die beste Wahl – MSC-Siegel führt KonsumentInnen in die Irre

Utl.: Heimischer Fisch ist die beste Wahl – MSC-Siegel führt
KonsumentInnen in die Irre =

Wien (OTS) - Anlässlich des Aschermittwochs, an dem traditionell oft
Fisch auf dem Teller landet, empfiehlt Greenpeace den Griff zum
heimischen Fisch, wie Karpfen oder Forelle. ÖsterreicherInnen
verzehren rund acht Kilogramm Fisch pro Jahr – der Großteil davon
stammt aus den Meeren. Das Problem dabei: Laut der
Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen sind knapp 90
Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände bereits entweder bis
an die Grenze genutzt oder überfischt. Auch Zertifizierungen wie das
MSC-Siegel können nicht für Nachhaltigkeit garantieren.

„Angesichts der schwachen Standards ist der MSC im Grunde eine
Augenauswischerei. Kein Zertifizierungssystem kann derzeit
nachhaltige Meeresfischerei garantieren“, erklärt Nunu Kaller,
KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace in Österreich.
„Fälschlicherweise erzeugt der MSC ein gutes Gewissen bei den
Konsumentinnen und Konsumenten. Damit wird der Kauf von Meeresfisch
aus Wildfang angekurbelt – und massiv der Umwelt geschadet.“ So
können etwa Fischereien das MSC-Zertifikat erhalten, obwohl sie
Grundschleppnetze verwenden. Diese Fangmethode pflügt den Meeresboden
um und zerstört wertvolle Ökosysteme wie Tiefsee-Korallenwälder
innerhalb von Sekunden. Zudem ist eine hohe Beifangquote kein
Ausschlusskriterium beim MSC. In mehreren Fällen wurde
MSC-zertifizierten Fischereien nachgewiesen, für den Tod tausender
Delfine verantwortlich zu sein. Trotzdem vermarktet der MSC seine
Produkte mit dem Beisatz „zertifizierte nachhaltige Fischerei“. „Ob
Fischereien sich an die Spielregeln halten und tatsächlich nachhaltig
fischen oder nicht ist für den MSC irrelevant. Mit ernstzunehmender
Umweltzertifizierung hat das nichts zu tun“, kritisiert Kaller.

Wer sich ökologisch bewusst ernähren möchte, jedoch nicht auf Fisch
verzichten will, dem empfiehlt Greenpeace heimischen Fisch,
idealerweise Bio-Fisch. Nunu Kaller: „Das Wichtigste ist eine
Trendumkehr beim Konsum. Nur wenn insgesamt weniger Meeresfisch
konsumiert wird, können wir zur Rettung der Weltmeere und deren
Fischbestände beitragen. Karpfen, Forelle oder Saibling aus
heimischer Produktion sind eine schmackhafte und nachhaltige
Alternative.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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