- 01.03.2019, 10:35:59
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Am 1. März ist "Tag des Schweines"
In Österreich halten 22.100 bäuerliche Betriebe dieses Nutztier
Utl.: In Österreich halten 22.100 bäuerliche Betriebe dieses
Nutztier =
Wien (OTS) - Heute wird in den USA der "Pig Day" gefeiert. Auch
hierzulande wird an diesem Tag die Gelegenheit genutzt, um über das
Schwein, eines der wichtigsten heimischen Nutztiere, zu informieren.
In Österreich werden rund 2,77 Mio. Schweine auf ca. 22.100
landwirtschaftlichen Betrieben gehalten. Die bäuerliche
Schweinehaltung findet hier somit auf fast ebenso vielen Betrieben
wie in Deutschland statt. Das ist insofern bemerkenswert, wenn man
bedenkt, dass in der BRD beinahe zehnmal so viele Schweine, nämlich
26,9 Mio., gehalten werden.
Vergleicht man die österreichischen Bundesländer, so werden die
meisten Schweine in Oberösterreich gezählt, gefolgt von der
Steiermark und Niederösterreich. Auch in Wien werden Schweine
gehalten - laut Statistik Austria 150 Tiere. Diese Vielfalt zeigt
sich nicht zuletzt auch in den vielen Schweinerassen, die auf den
heimischen Höfen gehalten werden. Das Edelschwein gehört hier ebenso
dazu wie die Landrasse, aber auch Pietrain, Schwäbisch-Hällisches
Schwein oder Duroc sowie seltene Rassen wie das Mangalitza- oder das
Turopolje-Schwein sind in der Alpenrepublik anzutreffen.
Eine weitere Besonderheit der heimischen Schweinehalter ist, dass
sie gleichzeitig auch Ackerbauern sind. Sie bauen den Großteil der
Futtermittel wie Mais, Gerste oder Weizen auf den hofeigenen Flächen
selbst an. Die Ausscheidungen der Schweine kommen im Rahmen einer
Kreislaufwirtschaft als wertvoller Dünger zurück aufs Feld. Damit
werden Nährstoffkreisläufe möglichst geschlossen und Transportwege
kurzgehalten.
Hoher Selbstversorgungsgrad
Die Arbeit der heimischen Bäuerinnen und Bauern an sieben Tagen
pro Woche beziehungsweise 365 Tagen im Jahr sorgt dafür, dass sich
Österreich bei Schweinefleisch selbst versorgen kann (der
Selbstversorgungsgrad beträgt 102%). Schweinefleisch ist Bestandteil
vieler typisch österreichischer Gerichte wie Schnitzel oder
Schweinsbraten. Teilstücke, die bei uns nicht mehr gegessen werden,
werden auch exportiert. Österreichische Schweinsohren werden
beispielsweise nach Hongkong und China geliefert und gelten dort als
Delikatesse. China ist auch das Land mit dem weltweit größten
Schweinebestand - nämlich 430 Mio. Tieren. Zum Vergleich: In der
gesamten EU werden rund 150 Millionen Schweine gehalten.
Schweinefleisch ist ein wertvolles Lebensmittel
Schweinefleisch ist nicht umsonst das beliebteste Fleisch der
österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten. Neben dem
hervorragenden Geschmack und der einfachen Zubereitung sprechen auch
die wertvollen Inhaltsstoffe fürs Schweinerne. Ein mageres Stück
Schweinefleisch enthält ungefähr 21% Eiweiß und 2% Fett, etwa 75%
sind Wasser. Schweinefleisch enthält auch Mineralstoffe wie
beispielsweise Selen und Vitamine (vor allem B12).
Produkte des Schweins sind vielfältig nutzbar
Ganz ohne Schwein zu leben, ist praktisch unmöglich. In vielen
Dingen des Alltags sind Bestandteile des Schweinekörpers enthalten.
Teile des Tieres, die nicht für die menschliche Ernährung genutzt
werden, bilden oft die Grundlage für Heimtiernahrung. Die Häute
werden beispielsweise zur Gelatineherstellung verwendet, während die
Bauchspeicheldrüse des Nutztieres Insulin produziert, das sich
Diabetiker verabreichen. Auch Heparin, aus Schweinedärmen gewonnen,
ist aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Es wirkt
blutverdünnend, beeinflusst die Blutgerinnung und ist ein sehr
wichtiges Medikament in der Thrombose-Prophylaxe. (Schluss)
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