• 27.02.2019, 13:43:22
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Lindner/Holzleitner: Jugendperspektiven haben nichts mit „Brachial-Ideologen“ und „Zerstörungswahn“ zu tun

SPÖ empfiehlt FPÖ-Mandatar mehr Respekt für Wünsche der europäischen Jugend

Utl.: SPÖ empfiehlt FPÖ-Mandatar mehr Respekt für Wünsche der
europäischen Jugend =

Wien (OTS/SK) - Verwundert reagierten SPÖ-Gleichbehandlungssprecher
Mario Lindner und SPÖ-Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner heute
auf Aussagen des oberösterreichischen FPÖ-Spitzenkandidaten für die
EU-Wahl, Roman Haider, in der Plenarsitzung des Nationalrats. Haider
versuchte sich in seiner Wortmeldung zur ‚EU Jahresvorschau 2019’ in
einem Rundumschlag gegen die Europäische Union und offenbarte dabei
seine Geringschätzung für die Meinung der europäischen Jugend. So
kritisierte er die europäischen Jugendziele, insbesondere das Ziel
der „Gleichstellung aller Geschlechter“, als Beispiel für die Arbeit
von „linkslinken Brachial-Ideologen in ihrem Zerstörungswahn“.
Holzleitner stellte daraufhin klar: „Was Haider als Kandidat für das
europäische Parlament hier tut, ist schlicht und einfache eine
Diffamierung der 44.000 Jugendlichen, die hinter diesen
EU-Jugendzielen stehen. Die ‚Youth Goals’ wurden über zwei Jahre in
einem strukturierten Dialog von jungen Menschen erarbeitet, allein in
Österreich waren 1.700 Jugendliche mit dabei“, so Holzleitner, „Ich
erwarte mir sogar von FPÖ-Politikern, dass sie Jugendliche, die
teilhaben wollen an der Gestaltung der Gesellschaft von morgen,
ernstnehmen anstatt die Ergebnisse ihrer Arbeit im Parlament zu
beschimpfen!“ ****

Aufgeregt zeigte sich Haider vor allem über die Formulierung „aller
Geschlechter“ und darüber, dass nicht von „beiden“ Geschlechtern oder
„Mann und Frauen“ gesprochen wird. Für Lindner, auch Vorsitzender der
sozialdemokratischen LGBTIQ-Organisation SoHo, steht fest: „Während
diese Regierung einen Angriff nach dem anderen auf die Gleichstellung
in Österreich abliefert, zeigt sich Herr Haider ausgerechnet über
diese Formulierung empört. Ich würde dem Herrn EU-Kandidaten
empfehlen, sich mit der Arbeit des Verfassungsgerichtshofes zu
beschäftigen – der dritte Geschlechtseintrag ist in Österreich
nämlich trotz der fragwürdigen Umsetzung des Innenministers schon
Realität. Die Wissenschaft weiß längst, dass es mehr als Mann und
Frau gibt. Das sollte auch die FPÖ endlich akzeptieren, anstatt
weiter Minderheiten anzugreifen!“

Gemeinsam empfehlen Lindner und Holzleitner der FPÖ mehr Respekt und
Demut für die Perspektiven der österreichischen und europäischen
Jugend, die offensichtlich weiter denkt als die Freiheitlichen: „Es
stellt sich außerdem die Frage, was ÖVP-Ministerin Bogner-Strauß zu
den Aussagen ihres Koalitionspartners sagt? Als Jugendministerin hat
sie die Erarbeitung der Youth Goals unterstützt. Wir erwarten uns,
dass sie den Aussagen Haiders eine klare Absage erteilt!“, so Lindner
und Holzleitner. (Schluss) ls/sp/mp

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