- 25.02.2019, 10:19:12
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Osteuropa bleibt wichtiges Ziel österreichischer Direktinvestitionen
Auch ausländische Direktinvestoren veranlagen über Österreich im CESEE-Raum(1)
Utl.: Auch ausländische Direktinvestoren veranlagen über Österreich
im CESEE-Raum(1) =
Wien (OTS) - Mit 55,5 Mrd EUR lag Ende 2016 nahezu ein Drittel des
gesamten Bestands an österreichischen Direktinvestitionen (185,7 Mrd
EUR) in den CESEE-Ländern. Dieses Vermögen resultiert aus einer
langjährigen, durch fundierte Marktkenntnis unterstützte und von
konjunkturellen Entwicklungen weitgehend unbeeinflusste
Investitionsstrategie österreichischer Unternehmen, die ihre Präsenz
in Osteuropa selbst im für Direktinvestoren ungünstigen Umfeld der
globalen Wirtschafts- und Finanzkrise aufrecht hielten. Auch die im
Zuge der Restrukturierung des UniCredit-Konzerns vorgenommene
Verschiebung osteuropäischer Beteiligungen der Bank Austria von
Österreich nach Italien änderte dieses Bild nicht wesentlich.
Zwischen 2005 und 2016 ergab sich für österreichische
Direktinvestoren – abgesehen von kurzfristigen ertragsschwachen
Phasen – in den CESEE-Ländern eine stetige und insgesamt beachtliche
Rendite von durchschnittlich etwa 8 Prozent p.a.
Eine neue Mikrodatenanalyse zeigt, dass Ende 2016 rund 30 Prozent
dieser österreichischen Direktinvestitionen in Osteuropa auf
Unternehmen entfielen, die zwar in Österreich ansässig sind,
ihrerseits aber mehrheitlich ausländischer Kontrolle unterliegen.
Zwei Drittel davon stammen aus Unternehmen mit Sitz in anderen
EU-Ländern.
Noch höher lag der Anteil ausländisch kontrollierter Unternehmen bei
Österreichs Veranlagungen im restlichen Europa ohne CESEE-Länder (40
Prozent), wo das Direktinvestitionsvermögen der in Österreich
ansässigen Unternehmen Ende 2016 insgesamt 101,1 Mrd EUR betrug. Der
überwiegende Teil dieser ausländischen Kontrollrechte wurde von
Unternehmen mit Sitz innerhalb Europas ausgeübt. Nur 8 Prozent des
Kapitals entfielen auf Unternehmen, die von außerhalb Europas
kontrolliert wurden.
Bei österreichischen Veranlagungen außerhalb Europas – die allerdings
lediglich 29,1 Mrd EUR betrugen - bildeten ausländisch kontrollierte
Unternehmen mit einem Anteil von 60 Prozent eine deutliche Mehrheit.
Die Hälfte des Kapitals ist Unternehmen zuzurechnen, die auch ihren
Sitz außerhalb Europas haben.
Insgesamt ist erkennbar, dass österreichische Kontrollrechte bei
jenen Direktinvestitionen dominieren, die in etablierte
Kernzielgebiete – insbesondere CESEE Länder – fließen. Umgekehrt
nimmt die Bedeutung ausländisch kontrollierter Unternehmen in jenen
Regionen zu, die aus Sicht österreichischer Direktinvestoren
traditionell geringere Bedeutung haben.
Außereuropäische multinationale Konzerne nutzen Österreich
offensichtlich gerne als Drehkreuz für weitere internationale
Veranlagungen, wobei nicht nur der CESEE-Raum oder andere Teile
Europas, sondern auch außereuropäische Ziele eine Rolle spielen.
Weitere Details zur Entwicklung österreichischer Direktinvestitionen
finden sie in der OeNB-Publikation „STATISTIKEN Sonderheft –
Direktinvestitionen 2016“.
(1) Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kosovo,
Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Republik
Moldau, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien,
Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn, Weißrussland.
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