Oö. Volksblatt: "Viele Blickwinkel" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 19. Februar 2019

Linz (OTS) - Jedes Ding hat bekanntlich zwei Seiten — was die Betrachtung erleichtert. Bei den künftigen Herbstferien ist das mit der Betrachtung weitaus schwieriger, denn auf die nun fixierte Maßnahme gibt es sehr viele Blickwinkel. Und das nicht nur, weil Schüler, Eltern, Lehrer und die Gemeinden (als Pflichtschul-Erhalter und Verantwortliche für die Kinderbetreuung) betroffen sind, sondern weil auch innerhalb der jeweiligen Gruppierung unterschiedliche Interessen herrschen.
Ein Beispiel: Der niederösterreichische Bildungsdirektor Johann Heuras hält es für „sinnvoll“, zwischen Schulbeginn im Herbst und Weihnachten „eine Rast einzulegen — vor allem für jüngere Kinder“. Lehrer in der Sprachförderung wiederum sind darüber nicht so glücklich, weil viele Kinder sofort wieder ausschließlich muttersprachlich kommunizieren.
Oder: Zusätzliche Ferien (zur Freude der Tourismuswirtschaft) bedeuten auch zusätzlichen Bedarf am Kinderbetreuungsangebot durch die Gemeinden.
Diese Für-und-Wider-Liste ist beliebig ergänzbar — doch letztlich trifft auf alle Betroffenen zu, was Beirats-Koordinatorin Elisabeth Rosenberger für die Eltern formulierte: „Die einzige einheitliche Meinung ist, dass es keine einheitliche Meinung geben kann.“

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