- 18.02.2019, 19:51:28
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Oö. Volksblatt: "Viele Blickwinkel" (von Markus EBERT)
Ausgabe vom 19. Februar 2019
Utl.: Ausgabe vom 19. Februar 2019 =
Linz (OTS) - Jedes Ding hat bekanntlich zwei Seiten — was die
Betrachtung erleichtert. Bei den künftigen Herbstferien ist das mit
der Betrachtung weitaus schwieriger, denn auf die nun fixierte
Maßnahme gibt es sehr viele Blickwinkel. Und das nicht nur, weil
Schüler, Eltern, Lehrer und die Gemeinden (als Pflichtschul-Erhalter
und Verantwortliche für die Kinderbetreuung) betroffen sind, sondern
weil auch innerhalb der jeweiligen Gruppierung unterschiedliche
Interessen herrschen.
Ein Beispiel: Der niederösterreichische Bildungsdirektor Johann
Heuras hält es für „sinnvoll“, zwischen Schulbeginn im Herbst und
Weihnachten „eine Rast einzulegen — vor allem für jüngere Kinder“.
Lehrer in der Sprachförderung wiederum sind darüber nicht so
glücklich, weil viele Kinder sofort wieder ausschließlich
muttersprachlich kommunizieren.
Oder: Zusätzliche Ferien (zur Freude der Tourismuswirtschaft)
bedeuten auch zusätzlichen Bedarf am Kinderbetreuungsangebot durch
die Gemeinden.
Diese Für-und-Wider-Liste ist beliebig ergänzbar — doch letztlich
trifft auf alle Betroffenen zu, was Beirats-Koordinatorin Elisabeth
Rosenberger für die Eltern formulierte: „Die einzige einheitliche
Meinung ist, dass es keine einheitliche Meinung geben kann.“
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