• 14.02.2019, 12:36:36
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  • OTS0119

Regner/Lindner/Garfias: Grundrechte kennen kein Geschlecht und keine sexuelle Orientierung

Kampf gegen Diskriminierung von LGBTIQ-Personen muss zur EU-Priorität werden

Utl.: Kampf gegen Diskriminierung von LGBTIQ-Personen muss zur
EU-Priorität werden =

Wien (OTS/SK) - Das EU-Parlament hat heute zu den Rechten
intersexueller Menschen Stellung bezogen. Für Evelyn Regner,
Delegationsleiterin der SPÖ im Europaparlament, war das schon lange
überfällig: „Erstmals erkennen wir die Probleme intersexueller
Menschen an und erklären uns bereit, aktiv etwas dagegen zu tun. Noch
immer werden Menschen dafür diskriminiert, wen sie lieben oder in
welchem Körper sie geboren sind. Gerade intersexuelle Personen leiden
enorm darunter, sich ständig als Mann oder Frau definieren zu müssen.
Bis heute gilt Intersexualität oft als Abweichung von der Norm, die
medizinisch behandelt werden muss. Das kann Betroffene für den Rest
ihres Lebens traumatisieren. Die SPÖ kämpft an vorderster Front
dafür, dass in der EU Grundrechte wirklich für alle unabhängig von
Geschlecht oder sexueller Orientierung gelten." ****

Im Beschluss des EU-Parlaments wird die kommende EU-Kommission
aufgefordert, in ihrem Arbeitsprogramm konkrete Schritte gegen die
Diskriminierung von LGBTIQ-Personen zu setzen. Die Wichtigkeit dieser
Abstimmung kommentiert auch SPÖ-Gleichbehandlungssprecher NAbg. Mario
Lindner. „Gerade die EU-Ebene ist für den Schutz der Grund- und
Freiheitsrechte der LGBTIQ-Community von immenser Bedeutung! In
Zeiten, in denen die Prinzipien von Gleichstellung und Akzeptanz
immer mehr unter Druck gesetzt werden, ist es entscheidend, dass sich
das Europäische Parlament zum Abbau von Diskriminierungen und
Ungleichbehandlungen bekennt“, so Lindner, der auch Vorsitzender der
sozialdemokratischen LGBTIQ-Organisation SoHo ist.

Für die Präsidentin des europäischen LGBTI-Netzwerks Rainbow Rose,
die Österreicherin Camila Garfias, steht die Zukunftsperspektive im
Kampf gegen Ausgrenzung im Fokus: „Wir sind in einer Situation, wo in
vielen Ländern nicht nur Stillstand herrscht, sondern die Rechte von
LGBTIQ-Personen aktiv bedroht werden. Die Europäische Union ist in
der Pflicht, nicht wegzusehen, wenn die Menschenrechte dieser
Community gefährdet oder verletzt werden! Der heutige Beschluss ist
dazu ein wichtiger Schritt, dem auch in Zukunft Taten folgen müssen.“
(Schluss) sc/mp

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