Oö. Volksblatt: "Grüne Ex-Chefs" (von Herbert SCHICHO)

Ausgabe vom 5. Februar 2019

Linz (OTS) - Offiziell setzt „Jetzt“ auf „Transparenz“ als Parteifarbe, de facto ist es aber Altgrün, und das wurde nun erneut bestätigt. Der Ex-Grünen-Chef Pilz (1992 bis 1994) hat also seinen Vorgänger als Grünen-Chef Voggenhuber (1988 bis 1992) davon überzeugt, aus der Politpension zurückzukehren und gegen den nunmehrigen Grünen-Chef Kogler (seit 2017) bei der EU-Wahl anzutreten. Offensichtlich haben manche grüne Politiker ein „Dragee Keksi Problem“ und können einfach nicht aufhören — oder sie halten sich für Bruce Willis, der vermutlich auch noch bei der 6. Fortsetzung nicht einmal langsam, sondern gar nicht stirbt. Egal. Vermutlich ist allerdings der grüne Wählerteich zu klein für so viele grüne Chefs, ob es künftig eine grüne Vertretung aus Österreich in Brüssel geben wird, scheint daher mehr als fraglich. Aber das wird die EU überleben. Für die Grünen hingegen wird es schön langsam schon zu einer Existenzfrage. Vielleicht gelingt es der offiziellen Liste, sich gegen die Abspaltung zu behaupten und damit zumindest einen ersten Schritt aus der grünen Krise zu machen. Es ist ein echter Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet der größte grüne Wahlsieg — als Ex-Grünen Chef Van der Bellen in die Hofburg einzog — den Beginn dieser Krise markiert.

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