• 03.02.2019, 19:51:04
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Oö. Volksblatt: "Brunnenvergifter" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 4. Februar 2019

Utl.: Ausgabe vom 4. Februar 2019 =

Linz (OTS) - Es ist selbst in einer verschärften politischen
Auseinandersetzung völlig abwegig, im Jahr 2019 einen 1967 geborenen
Politiker in einen auch nur irgendwie gearteten Zusammenhang mit
Verbrechen aus der Nazi-Zeit zu bringen. Wenn die SPÖ-Abgeordnete
Sabine Schatz als „Bereichssprecherin für Erinnerungskultur“ dennoch
die abscheuliche „Mühlviertler Hasenjagd“ und den auf dem
Burschenbundball tanzenden Landeshauptmann in ein und demselben Tweet
unterbringt, ist das nichts anderes als der Versuch, mit einer völlig
unzulässigen Kausalität bestimmte Assoziationen zu erzeugen.
Das ist dreist — doch diese rote Dreistigkeit hat Methode. Erst
unlängst stellte der SPÖ-Abgeordnete Robert Laimer auf Facebook eine
Analogie zwischen dem austrofaschistischen Kanzler Engelbert Dollfuß
und dem jetzigen Bundeskanzler Sebastian Kurz her. Und im
Zusammenhang mit der Sozialversicherungsreform fühlte sich die SPÖ an
ein „Ermächtigungsgesetz“ erinnert, wissend, dass sich Adolf Hitler
auf Basis eines Ermächtigungsgesetzes die alleinige Macht gesichert
hatte.
Sie würde „Vergleiche mit dem Dritten Reich niemals machen“, sagte
SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner, doch völlig ungerührt setzen
ihre Genossen auf diese Karte.
Das ist politische Brunnenvergiftung,

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