ÖGB-Achitz: Aussetzen der Aktion 20.000 zeigt Auswirkungen: Arbeitslosigkeit bei Älteren steigt

Ältere haben wenig vom Wirtschaftsaufschwung – Aktion 20.000 wiederbeleben

Wien (OTS) - „Es ist überaus bedauerlich, dass die Zahl der älteren Arbeitslosen im Vergleich zu fast allen anderen Gruppen wieder steigt“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten. „Dieses Warnsignal muss ernst genommen werden. Maßnahmen wie die Aktion 20.000, die nachweislich Ältere ab 50 und Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung brachten, müssen wiederbelebt werden“, fordert Achitz und weist darauf hin, dass Ministerin Hartinger-Klein „entgegen jeglicher Warnung die Aktion 20.000 letztes Jahr einfach ausgesetzt hat. Die Auswirkungen davon sehen wir jetzt.“

Während die Arbeitslosigkeit insgesamt gesunken ist, ist sie bei Älteren über 50 Jahre wieder gestiegen. „Das sind 1.092 Menschen, denen jetzt die Perspektive und Unterstützung fehlen, weil genau hier nicht investiert, sondern gekürzt wurde“, betont Achitz. „Wenn ältere Menschen einmal den Job verloren haben, ist der Wiedereinstieg für sie schwierig. Die Regierung müsste genau bei Problemgruppen wie dieser ansetzen, denn ihnen nutzt auch die beste Konjunktur nichts. Die Unternehmen holen lieber junge Arbeitskräfte aus dem Ausland. Es wäre daher mehr als sinnvoll, wenn die Aktion 20.000 rasch wieder aufgenommen wird“, sagt Achitz.

Der Erfolg der Aktion 20.000 wurde in zwei Studien überprüft. „Die Ergebnisse der Evaluierung hält die Ministerin der Öffentlichkeit aber noch immer vor. Vermutlich weil sie bestätigen, was uns nun die Arbeitslosenzahlen verdeutlichen. Die Aktion 20.000 hat Langzeitarbeitslosigkeit messbar reduziert und tausenden Menschen eine wertvolle Chance gegeben“, so der Leitende Sekretär des ÖGB.

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