• 29.01.2019, 19:57:23
  • /
  • OTS0177

Oö. Volksblatt: "Versorgungsdebatte" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 30. Jänner 2019

Utl.: Ausgabe vom 30. Jänner 2019 =

Linz (OTS) - Es braucht ein gerüttelt Maß an Selbstvergessenheit,
wenn man — wie die SPÖ — im Nationalrat eine Sondersitzung zum Thema
Ärztemangel inszeniert. Wobei es nicht nur darum geht, dass die Roten
abgesehen von den letzten 14 Monaten seit 2006 (und vor 2000 auch
Jahrzehnte) für das Gesundheitsressort verantwortlich waren und sich
schon aus dem Grund der diagnostizierte Hausärztemangel kaum und
schon gar nicht ausschließlich der nunmehrigen Regierung umhängen
lässt. Mehrfach legten Abgeordnete — etwa ÖVP-Generalsekretär Karl
Nehammer oder Neos-Mandatar Gerald Loacker — ihre Finger vielmehr in
eine ganz andere rote Wunde: Dass es nämlich Sache der
selbstverwalteten Krankenkassen sei, im niedergelassenen
Ärzte-Bereich für die entsprechende Gesundheitsversorgung zu sorgen.
Nehammer nennt es „Dreistigkeit“, wenn ausgerechnet rote
Kassenfunktionäre den Ärztemangel kritisieren, Loackers Befund
wiederum lautet: Die in sämtlichen Lenkungsgremien sitzende SPÖ
„gesteht ein, dass die Selbstverwaltung der Kassen gescheitert ist“.
Was letztlich nachdenklich stimmt: Dass sich angesichts der
Milliarden-Ausgaben für den Gesundheitsbereich überhaupt eine
Versorgungsdebatte entspinnen kann.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel