- 04.01.2019, 10:44:17
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Blümel: Expertenteam zur Weiterentwicklung „Haus der Geschichte“ eingesetzt
Experten evaluieren hdgö und erarbeiten Konzept für Weiterentwicklung – Start im Jänner – Bericht soll bis zum Sommer vorliegen
Utl.: Experten evaluieren hdgö und erarbeiten Konzept für
Weiterentwicklung – Start im Jänner – Bericht soll bis zum
Sommer vorliegen =
Wien (OTS) - "Seit ich die Funktion als Kulturminister übernommen
habe, ist das 'Haus der Geschichte Österreich' ein Thema, das mich
ständig begleitet. Mir war es wichtig, dass die erste Ausstellung
noch im Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 eröffnen konnte, darum haben
wir zuallererst die Finanzierung für den laufenden Betrieb gesichert.
Wir wollen aber vor allem auch eine langfristige Zukunftsperspektive
für die Institution, die keine Kompromisslösung ist", so
Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien, Gernot Blümel. "Mir
ist es ein Anliegen, dass die Institution langfristig als
vermittelnde und forschende Einrichtung gesichert ist. Darum freut es
mich sehr, dass uns bei dieser Weiterentwicklung ein Team aus
ausgewiesenen nationalen und internationalen Expertinnen und Experten
unterstützt."
Die Eckpfeiler der künftigen Institution haben Nationalratspräsident
Wolfgang Sobotka, die Direktorin des hdgö, Monika Sommer und
Bundesminister Gernot Blümel in einer gemeinsamen Pressekonferenz
bereits abgesteckt. Unter dem Arbeitstitel "Haus der Republik" soll
die Institution künftig durch echte Eigenständigkeit eine klare
Aufwertung erfahren. Außerdem soll sie an das Parlament angebunden
werden. Denn, so Blümel: "Gerade ein so sensibles Thema wie die
Interpretation der jüngeren Zeitgeschichte sollte auf einem möglichst
breiten gesellschaftlichen Konsens aufbauen. Darum freut es mich
sehr, dass Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka die
Weiterentwicklung dieser Institution aktiv mitgestaltet."
Auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bekräftigt: "Die
Geschichte ist nicht nur das was hinter uns liegt – sondern vielmehr
müssen wir sie als Anleitung zur Gestaltung unserer Zukunft
begreifen. Die österreichische Identität wurde wesentlich durch
unsere Geschichte geprägt, soll aber auch in der Zukunft Raum für
eine zeitgemäße Weiterentwicklung erhalten. Dies bedarf aber auch
eines weitgehenden gesellschaftspolitischen Konsenses, der durch das
Parlament sichergestellt wird. Deshalb ist es von besonderer
Bedeutung, eine eigenständige und unabhängige Institution zur
Darstellung unserer Geschichte aufzubauen. Das österreichische
Parlament wird diesen Prozess unter Einbindung aller Fraktionen
begleiten sowie die Weiterentwicklung und Anbindung dieser wichtigen
Institution an das Hohe Haus entscheidend mitgestalten.“
Folgende nationalen und internationalen Expertinnen und Experten
werden diese Weiterentwicklung unterstützen:
- DDr. Barbara GLÜCK, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
- Prof. Dr. Hans Walter HÜTTER, Präsident der Stiftung Haus der
Geschichte der BRD und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des
Hauses der Geschichte Österreichs
- Constanze ITZEL, M.A., Museumsleiterin des Hauses der Europäischen
Geschichte in Brüssel
- Mag. Hannah M. LESSING, Generalsekretärin des Nationalfonds der
Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus
- Mag. Hans-Peter WIPPLINGER, museologischer Direktor des Leopold
Museums
Das Expertenteam wird das hdgö, das am 10. November 2018 eröffnet
wurde, evaluieren und sich dabei mit der Resonanz der Besucherinnen
und Besucher, dem Standort und der Ausgestaltung befassen. Darauf
aufbauend werden sich die Expertinnen und Experten auch mit Fragen
der Weiterentwicklung beschäftigen, insbesondere nationale und
internationale Vernetzung der Institution sowie die künftige
Struktur, unter besonderer Berücksichtigung der Heranführung an das
Parlament. Die erste gemeinsame Sitzung des Teams mit
Nationalratspräsident Sobotka, Bundesminister Blümel und Direktorin
Monika Sommer wird im Jänner stattfinden. Das Ergebnis der
Evaluierung sowie darauf basierend ein detailliertes Konzept zur
Weiterentwicklung soll vor dem Sommer 2019 vorliegen.
"Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir uns nun aktiv in einer
hochrangigen Runde mit der Zukunft des Hauses der Geschichte
Österreich befassen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in der ersten
Jahreshälfte 2019 klare Rahmenbedingungen für das Haus schaffen
werden. 2018 haben wir ein gutes Fundament gelegt, 2019 bauen wir
gemeinsam daran weiter. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den
internationalen und nationalen Expertinnen und Experten", bekräftigt
auch Monika Sommer, Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich.
"Wir freuen uns, dass sich das Team aus ausgewiesenen Expertinnen und
Experten zusammensetzt und einen wichtigen Beitrag zur langfristigen
Ausgestaltung und Aufwertung dieser so wichtigen Institution leisten
wird", so Sobotka und Blümel abschließend.
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