• 27.12.2018, 10:17:26
  • /
  • OTS0044

Mehr denn je: Caritas und Wiener Pfarren öffnen erstmals 30 Wärmestuben für armutsbetroffene Menschen

Nachfrage steigt: Im Winter 2017/18 zählten die „Wärmestuben“ insgesamt 11.000 Besuche – erstmalig mit Rechts- und Gesundheitsberatung sowie Frauen-Wärmestube.

Wien (OTS) - 

Im mittlerweile siebten Jahr sind die „Wärmestuben“ zu einer festen Institution in Wien geworden. Und die Nachfrage steigt: Waren es im Winter 2016/17 noch 9.894 Besuche in 22 Wärmestuben, so zählte die Caritas im vergangenen Winter 11.375 Besuche in 24 „Wärmestuben“. „Als Ergänzung zu den bestehenden Hilfsangeboten der Winternothilfe haben wir die ‚Wärmestuben’ heuer um sechs weitere Standorte erweitert. Unter den Gästen sind wohnungslose Menschen aber auch Pensionistinnen und Pensionisten, die ihre Wohnung nicht ausreichend heizen können“, betont Klaus Schwertner, Caritas Generalsekretär der Erzdiözese Wien bei einem Besuch in der Wärmestube der Pfarrgemeinschaft Margareten. „Wir wollen armutsbetroffenen Menschen im doppelten Sinne Wärme spenden und sie mit diesem Angebot zurück in unsere Mitte holen. Gerade in den Tagen um Weihnachten soll niemand einsam sein und niemand frieren.“

Diesen Winter leben 206.000 Menschen in Österreich, die ihre Wohnungen nicht ausreichend heizen können, die jetzt in der kalten Jahreszeit frieren. 

500 ehrenamtliche HelferInnen in den pfarrlichen Wärmestuben
Seit Anfang Dezember hat an jedem Wochentag bis Ende März mindestens eine „Wärmestube“ für mehrere Stunden geöffnet. An den Standorten, die über ganz Wien verteilt sind, bieten die Freiwilligen den Gästen einen Platz zum Aufwärmen, eine Kleinigkeit zu essen und vor allem ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. „Das Besondere an den Wärmestuben ist, dass die Menschen als Gäste empfangen werden. Es herrscht eine sehr persönliche Atmosphäre, ein guter Stil der Aufmerksamkeit und Nächstenliebe“, erklärt Schwertner. „Doch ohne das enorme Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre das Angebot nicht möglich. Ihre Hilfe wärmt, sie macht satt und sie macht Mut. Für diese beherzte Hilfe sage ich Danke!“ Im vergangenen Winter waren es rund 500 freiwillige HelferInnen und etwa 300 weitere UnterstützerInnen, die etwa Kuchen und Kekse backten. In ausgewählten „Wärmestuben“ werden in diesem Winter erstmals auch kostenlose Gesundheits- und Rechtsberatungen angeboten, im 22. Bezirk öffnet in der Donaucitykirche im neuen Jahr eine eigens eingerichtete „Wärmestube“ ausschließlich für Frauen.

Zwischenbilanz Winternothilfe: 21.368 Nächtigungen in der Gruft + 2.536 Kältetelefon-Anrufe
In der Pfarrgemeinschaft Margareten zog Schwertner zum Jahreswechsel auch Zwischenbilanz zur Winternothilfe der Caritas. „Gerade im Winter ist das Leben auf der Straße besonders hart. Immer mehr Menschen können sich ihre Miete und die Heizkosten nicht mehr leisten. In der Bundeshauptstadt haben sich in diesem Jahr bereits 10.227 Menschen mit Problemen rund um das Thema Wohnen hilfesuchend an die Caritas gewandt, weil sie ihre Miete nicht mehr zahlen konnten, kurz vor der Delogierung standen oder bereits wohnungslos oder akut obdachlos waren. Die Zahl der Menschen, die in das Caritas Betreuungszentrum Gruft zum Essen kommen, ist weiter hoch. Heuer wurden bereits über 117.641  Mahlzeiten ausgegeben und 21.368 Nächtigungen gezählt“, so Schwertner. „Es ist ein ermutigendes Signal, dass die Wienerinnen und Wiener nicht wegschauen, wenn sie akut obdachlose Menschen sehen. In diesem Winter haben wir bereits 2.536 Anrufe am Kältetelefon entgegengenommen. Die Anruferinnen und Anrufer machen das Streetworkteam des Caritas Kältebus auf Schlafplätze aufmerksam oder fragen, wie sie helfen können.“

Die kalte Jahreszeit ist noch lange nicht vorbei. Die Caritas bittet daher dringend um Spenden. Sachspenden können direkt in den Wärmestuben der Pfarren abgegeben werden. "Die Winternothilfe der Caritas gäbe es ohne Spenderinnen und Spender nicht. Wir brauchen auch nach Weihnachten dringend Spenden! Jedes Gruft Winterpaket unterstützt mit 50 Euro einen obdachlosen Menschen ganz konkret mit einem winterfesten Schlafsack und einer warmen Mahlzeit. Jede Spende wärmt!", appelliert Schwertner.


Sachspendenbedarf (Abgabe in den jeweiligen Pfarren www.pfarrcaritas.at):
# Tee, Kaffee (gemahlen)
# Zucker
# Milch
# Kekse
# Einzel-Fahrscheine
# Taschentücher


Caritas Spendenkonto
IBAN: AT163100000404050050
BIC: RZBAATWW
BLZ 31000
Kennwort: "Gruft Winterpaket"

Online-Spenden: www.gruft.at



Rückfragen & Kontakt

Martin Gantner
Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
[email protected]
0664/88952760

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CAR

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel