- 23.10.2018, 07:00:01
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Greenpeace-Umfrage: Coca-Cola und Co. setzen weiterhin auf Wegwerfplastik
Scheinlösungen stoppen die Plastik-Krise nicht - Konzerne müssen veralteten Wirtschaftsmodellen den Rücken kehren
Utl.: Scheinlösungen stoppen die Plastik-Krise nicht - Konzerne
müssen veralteten Wirtschaftsmodellen den Rücken kehren =
Wien (OTS) - Großkonzerne wie Coca-Cola, PepsiCo und Danone setzen
auch in Zukunft bei ihren Produkten auf Wegwerfplastik. Keines der
befragten Unternehmen plant, weniger Plastik zu produzieren,
stattdessen wird auf viel zu schwache Lösungen wie Recycling gesetzt.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die Greenpeace unter elf der
größten Konsumgüter-Konzerne durchgeführt hat. Auf EU-Ebene wird
derzeit über eine Plastikrichtlinie verhandelt, mit dem Ziel, die
Plastik-Krise auf unserem Planeten einzudämmen. Die Konzerne sind
gefordert, jetzt ihr Wirtschaftsmodell grundlegend zu ändern und ihre
Abhängigkeit von Wegwerfplastik drastisch zu reduzieren.
"Mit Scheinlösungen und der falschen Annahme, dass sowieso jede
Verpackung recycelt wird, werden wir die Plastikflut nicht stoppen
können. Die Konzerne müssen endlich Verantwortung übernehmen und
Wegwerfplastik ein Ende setzen, anstatt auf falsche Lösungen zu
pochen und an einem veralteten Wirtschaftsmodell festzuhalten”, sagt
Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace: "Die
untersuchten Unternehmen handeln intransparent und nicht nachhaltig:
So etwa gibt Coca-Cola an, für jede produzierte Flasche eine weitere
recyceln zu wollen. Das zeigt allerdings, dass sie offenbar gar nicht
daran denken, weniger Plastik zu produzieren. Nur: Wir werden uns aus
der Plastik-Krise nicht herausrecyceln können. Es muss insgesamt
weniger produziert werden.”
Die Konzerne weisen die Verantwortung für den Plastikmüll von sich.
Handeln sollen allein die Konsumentinnen und Konsumenten. Doch nur
wenn die Konzerne weniger Plastik auf den Markt bringen, kann das
weltweite Plastikproblem eingedämmt werden. Die Branche muss dringend
ihr Geschäftsmodell ändern, indem sie etwa auf Mehrwegprodukte und
innovative neue Liefersysteme setzt. “Die Unternehmen müssen jetzt
damit beginnen, sich auf eine Welt einzustellen, in der
Wegwerfprodukte und sinnlose Verpackungen nicht mehr akzeptabel
sind”, sagt Kaller.
In einem kürzlich veröffentlichten Brand-Audit-Report wurde
festgestellt, dass genau die vier Unternehmen, die am meisten
Wegwerfplastik-Produkte verbreiten (Coca Cola, PepsiCo, Nestlé und
Danone) auch für den meisten Müll verantwortlich sind. Für den Report
wurden nach 239 Aufräumaktionen in 42 Ländern die Hauptverschmutzer
identifiziert. “Auch in Österreich wurden Müllsammelaktionen
durchgeführt, und auch hierzulande ist für den meisten Plastikmüll
Coca Cola verantwortlich”, sagt Kaller.
Bildmaterial finden Sie unter https://bit.ly/2PenJOC
Den Report (Englisch) in voller Länge finden Sie unter:
https://bit.ly/2q4irHa
Die Executive Summary (Deutsch) finden Sie unter:
https://bit.ly/2R7tbAd
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