- 11.10.2018, 12:49:05
- /
- OTS0144
Hackl: Die EU ist die größte Errungenschaft des 20. Jahrhunderts
Das Burgenland, die Digitalisierung, neue Gesichter und ein Abschied prägen die heutige Bundesratssitzung
Utl.: Das Burgenland, die Digitalisierung, neue Gesichter und ein
Abschied prägen die heutige Bundesratssitzung =
Wien (OTS) - Drei neue Bundesräte der ÖVP wurden heute zu Beginn der
Sitzung der Länderkammer angelobt: Martina Ess kommt aus Vorarlberg,
Anton Froschauer ist Oberösterreicher, Elisabeth Mattersberger
vertritt Tirol im Bundesrat. Sie sind nun Mitglieder der
ÖVP-Bundesratsfraktion, die seit Oktoberbeginn vom
niederösterreichischen Bundesrat Karl Bader geleitet wird.
Das zweite Halbjahr 2018 steht im Bundesrat unter der Ägide des
Burgenlandes, dessen Landeshauptmann deshalb heute eine Erklärung zum
Thema „Österreich der Länder, Europa der Regionen“ im Bundesrat
abgab. Die burgenländische ÖVP-Bundesrätin Marianne Hackl verwies in
ihrer Stellungnahme auf die Wichtigkeit der Europäischen Union, die
sie als „größte Errungenschaft des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete.
„Die EU hat uns Frieden gebracht und wir sind angehalten, Friede,
Freiheit und Demokratie weiter hochzuhalten.“
„Unsere Bundesländer sind die Motoren für die Entwicklung
Österreichs.“ Kein Bundesland habe, so Hackl weiter, von der EU und
der Ostöffnung so profitiert wie das Burgenland als Ziel-1-Gebiet ab
1995. „Dank dieser Förderung wurde und wird im Burgenland investiert,
gebaut, geforscht und gegründet. Ich hoffe, dass das Burgenland als
klassische Übergangsregion auch weiter vom europäischen Fördersystem
profitiert.“
Zeidler-Beck: Digitalisierung als Mehrwert für Gesellschaft und
Wirtschaft
In der Aktuellen Stunde mit Wirtschaftsministerin Margarete
Schramböck stand das Thema Digitalisierung zur Debatte „und steht
auch bei dieser Bundesregierung erfreulicherweise ganz oben auf der
politischen Agenda“, sagte die niederösterreichische ÖVP-Bundesrätin
Marlene Zeidler-Beck in ihrem Debattenbeitrag. „Vieles würde ohne
Digitalisierung für jeden von uns anders laufen – sowohl beruflich
als auch privat.“ Die Beschäftigung mit Digitalisierung sei eine
zentrale Verantwortung der jungen Generation, so Zeidler-Beck, die
sich selbst als „digital native“ sieht – „wir haben das analoge
Zeitalter teilweise noch miterlebt und dann den Wandel zum digitalen
Zeitalter mitvollzogen.“
Um diesen digitalen Wandel richtig nutzen zu können, „brauchen wir
digitale Fitness für alle“, möchte Zeidler-Beck keine Gesellschaft,
die auseinanderdriftet, wenn nicht alle die digitale Entwicklung
gleich nützen können. Dem gelte es mit Ausbildung für die Jugend, mit
Kursen für die Erwachsenen und mit Digitalisierungsbasistrainings für
die ältere Generation gegenzusteuern, verwies Zeidler-Beck auf die
Initiative „Fit for Internet“, die helfe, Ängste im Umgang mit
digitalen Medien abzubauen und junge Menschen digital zukunftsfit zu
machen. Auch Unternehmen werden in die digitale Welt begleitet, um
Chancen in Nutzen für die Betriebe umzuwandeln. „So wird’s zu einem
Mehrwert für unsere Unternehmen und unsere Wirtschaft.“ Es brauche
eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern, damit
Österreich vorne bleibt. „Wir sind auf gutem Weg“, schloss
Zeidler-Beck.
Gregor Hammerl verabschiedet sich aus dem Bundesrat
Der steirische ÖVP-Bundesrat Gregor Hammerl hat sich heute mit einer
letzten Rede aus dem Bundesrat verabschiedet. Hammerl war seit
Oktober 2010 und damit genau acht Jahre lang Bundesrat und in der
ersten Jahreshälfte 2012 auch Präsident der Länderkammer. Der
gebürtige Grazer - ein „Sir“ in der ÖVP-Bundesratsfraktion - war auch
für sein Engagement als Obmann des Seniorenbundes, als Präsident des
Hilfswerk Steiermark und im Präsidium des Hilfswerk International
geschätzt.
(Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK






