- 08.10.2018, 11:00:27
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UGöD: „Bundesanstalt für Bergbauernfragen muss bleiben!“
Kritik der Unabhängige GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst an Fusionsplänen im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.
Utl.: Kritik der Unabhängige GewerkschafterInnen im öffentlichen
Dienst an Fusionsplänen im Bundesministerium für
Nachhaltigkeit und Tourismus. =
Wien (OTS) - Die Bundesanstalt für Bergbauernfragen soll in der
Bundesanstalt für Agrarwirtschaft untergehen, die Zusammenführung der
Gartenbauschule mit den Österreichischen Bundesgärten soll zu einer
Betriebsratsauflösung führen. „Das wirft für uns Unabhängige
GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst die Frage auf, ob die
Eigenständigkeit der kritischen Forschungsarbeit in der Bundesanstalt
für Bergbauernfragen der Bundesministerin Köstinger zu weit gegangen
ist, dass ein derart drastischer Schritt – nämlich die de facto
Auflösung der Anstalt – gesetzt wird,“ kritisieren Reinhart Sellner
und Beate Neunteufel-Zechner vom Vorsitzteam der UGöD. Die
Bundesanstalt für Bergbauernfragen war schon seit Jahren in ihrer
Eigenständigkeit gefährdet. Unter einer schwarz-türkis-blauen
Regierung will die Bundesministerin nun die Gunst der Stunde nutzen
und mit der Auflösung offensichtlich ernst machen.
Zwt.: Kritische Forschung zu strukturschwachen und benachteiligten
Regionen nicht länger erwünscht?
Berggebiete, strukturschwache und benachteiligte Regionen in
Österreich standen bisher im Fokus des weltweit gefragten
Expertenteams. Geforscht wird zu Gentechnik- und Pestizidfreiheit,
Biolandbau und Erhaltung der Artenvielfalt, aber auch zu
Migrationsfragen und Frauenrechten. „Die bisher geleistete, wertvolle
Arbeit der Bundesanstalt für Bergbauernfragen braucht eine personelle
und budgetäre Aufwertung und nicht eine Abschiebung in eine
Riesenanstalt, wo sie unter ‚ferner liefen‘ untergehen wird“, fordert
Beate Neunteufel-Zechner.
Zwt.: Auflösung des Betriebsrats in Gartenbauschule nicht
nachvollziehbar
Die Zusammenführung der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt
für Gartenbau mit den Österreichischen Bundesgärten soll zur
Auflösung des Betriebsrats führen, für die nach dem
Arbeitsverfassungsrecht keine konkreten Auflösungsgründe bestehen.
Die Aufgaben der Österreichischen Bundesgärten ändern sich durch die
Verbindung mit der Gartenbauschule nicht in einem solchen Ausmaß,
dass die Auflösung eines seit mehr als 50 Jahren gut arbeitenden
Betriebsrates dadurch zu rechtfertigen wäre.
„Ein zukunftsweisender und entwicklungsfähiger öffentlicher Dienst
muss die Erhaltung und Eigenständigkeit spezifischer Forschungs- und
Bildungseinrichtungen der Republik, die wichtige Arbeit leisten, auch
weiterhin ermöglichen und deren Bestand garantieren. PolitikerInnen
dürfen nicht mit der Rasenmähermethode Fehlregulierungen in die Wege
leiten, die dazu führen, dass brennende ökologische Fragen – wie etwa
Artenschutz und die Risiken einer industrialisierten Landwirtschaft –
sowie die Interessen- und Problemlagen von Minderheiten und
benachteiligten Gruppen in unserem Land nicht mehr ausreichend
erforscht und an den Rand gedrängt werden“, schließt Reinhart
Sellner, Vorsitzender der Unabhängigen GewerkschafterInnen im
Öffentlichen Dienst und fordert Ministerin Köstinger auf, von den
Fusionsplänen Abstand zu nehmen.
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