- 01.10.2018, 15:22:27
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Geflügelwirtschaft begrüßt Verbot des Verkaufs von Käfigeiern auf Wiener Märkten
Neue Marktordnung entspricht Wunsch nach besseren Haltungsbedingungen für Legehennen
Utl.: Neue Marktordnung entspricht Wunsch nach besseren
Haltungsbedingungen für Legehennen =
Wien (OTS) - Die neue Wiener Marktordung gilt mit 1. Oktober in
der gesamten Bundeshauptstadt. Neben Maßnahmen zum Erhalt und der
Weiterentwicklung der Märkte, wie etwa der Schaffung von
kundenfreundlichen Öffnungszeiten, beinhaltet die Marktordnung auch
ein Käfigeier-Verkaufsverbot. Aus Sicht der ZAG, der Zentralen
Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft, ist das
eine richtige und konsequente Entscheidung. Die konventionelle
Käfighaltung bei Legehennen ist in Österreich seit 2009 verboten. Die
große Mehrheit der heimischen Parlamentarier hat sich bereits 2004
für das Verbot der Haltung von Legehennen in den etwas größeren
"ausgestalteten" Käfigen entschieden. In Österreich werden deshalb,
nach einer Übergangszeit, mit Ende 2019 auch die wenigen, letzten
Betriebe mit ausgestalteten Käfiganlagen auf tierfreundliche
Haltungssysteme umgestellt haben. In der EU ist die Legehennenhaltung
in solchen Käfigen weiterhin die häufigste Haltungsform.
Fairer Wettbewerb braucht Regeln
"Die österreichischen Legehennenhalter haben in den vergangenen
Jahren sehr viel dazu beigetragen, die Gesundheit der Tiere, aber
auch die Sicherheit von heimischen Eiern zu verbessern. Es ist uns
insgesamt gelungen, die Haltungsbedingungen für Legehennen trotz
erheblichem Preisdruck durch den freien Wettbewerb in der EU
zugunsten der Tiere und der Umwelt weiter zu verbessern", betont
ZAG-Obmann Robert Wieser. Österreichische Legehennen bekommen
gentechnikfreies Futter und der wichtigste Futtermittelbestandteil,
die Sojabohnen, stammen aus dem Nachhaltigkeitsprogramm "Donau Soja",
das unter anderem die rein europäische Herkunft absichert.
Etwa 1 Mio. Eier werden pro Tag nach Österreich verbracht, um als
Frischeier auf heimischen Märkten verkauft zu werden oder im Bereich
der Außerhaus-Verpflegung, der Gastronomie oder der
Lebensmittelindustrie verarbeitet zu werden. Der Konsum solcher Eier
ist nicht immer unbedenklich - sowohl aus Sicht des Tierschutzes als
auch aus Sicht der Lebensmittelsicherheit. Das hat der
Fipronil-Skandal in mehreren europäischen Ländern deutlich gezeigt.
Konsumenten können Haltungsform selbst nachprüfen
Auch auf Märkten müssen Eier gekennzeichnet sein. Auf allen
Märkten der Stadt Wien dürfen ab sofort keine Eier aus Käfighaltung
mehr verkauft werden. Erkennbar sind die Eier am aufgedruckten Code,
welcher Rückschluss auf die Haltungsform zulässt. Demzufolge dürfen
keine Eier mehr mit dem Code "3", der für Käfighaltung steht, auf den
Märkten zu finden sein.
"Will man sichergehen, Eier zu kaufen, die nach den strengen
österreichischen Tierhaltungsstandards produziert wurden, sollte man
nach Eiern mit dem AMA- Gütesiegel greifen", rät
ZAG-Obmann-Stellvertreter Franz Karlhuber. Eier mit dem
AMA-Gütesiegel werden schon im Vorraum des Stalles gekennzeichnet.
Diese Eier sind über die Österreichische Eierdatenbank vom Marktstand
bis zum Legehennenhalter zurückzuverfolgen.
Dank an die Stadt Wien
"Die nun von der Stadt Wien beschlossene Wiener Marktordnung ist
beispielgebend und wegweisend im Interesse einer verantwortungsvollen
Legehennenhaltung in Österreich. Die Vertreter der ZAG bedanken sich
bei den Entscheidungsträgern der Stadt Wien und sind sich einig, dass
nun auch andere Städte und Bundesländer mit ähnlichen Regeln folgen
müssen", so Wieser. (Schluss)
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