Haus- und Grundbesitzer warnen: Lagezuschlagskarte der Stadt Wien nicht bindend!

ÖHGB kritisiert Stadt Wien als verlängerten Arm der Mieterorganisationen

Wien (OTS) - Die Stadt Wien hat sich unter Leitung der zuständigen Wohnbaustadträtin dazu entschieden – aufgrund der OGH-Entscheidung wonach Lagezuschläge nicht mehr ausschließlich auf Grundlage der Grundstückskosten ermittelt werden dürfen – eine neue Lagezuschlagskarte zu erstellen. Doch damit wird „nur noch mehr Verwirrung betrieben und Mieter sowie Vermieter gleichermaßen zunehmend verunsichert“, sagt Martin Prunbauer, Präsident des Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbundes (ÖHGB).

Diese Lagezuschlagskarte kann „wenn überhaupt nur als gutgemeinter Hinweis verstanden werden. Im Streitfall ist immer eine genaue Überprüfung des Einzelfalls und aller einzelnen Umstände notwendig“, gibt der ÖHGB Präsident zu bedenken und weiter: „Auch hier zeigt sich wieder einmal, das Gegenteil von gut ist gutgemeint“, so Prunbauer, der auf diesem Weg auch an die erst kürzlich aufgetretenen Verwirrungen rund um die Novelle der Wiener Bauordnung und dem daraus entstandenen Chaos rund um halb abgerissene Häuser erinnert.

Unverständlich ist für den ÖHGB auch die Aussage von Wohnbaustadträtin Gaal, wonach die Stadt Wien mit der nun neuen Lagezuschlagskarte "25 Prozent Mietreduktion in Altbauten" bringen würde, schließlich hat die Stadt selbst in einer 2014 verbreiteten OTS bestätigt, dass „weder der Richtwertmietzins noch der Lagezuschlag von der Stadt Wien festgesetzt wird“.

Warum sich die Stadt Wien mit solch einer Vorgehensweise als verlängerter Arm der Mietervereinigung gebärdet, ist für den ÖHGB und dessen Präsidenten „unerklärlich“. „Dass die Mietervereinigung sogar noch vor der Wohnbaustadträtin ihre „Jubelaussendung“ zur neuen Lagezuschlagskarte verschickt hat, rundet das Gesamtbild damit nur noch weiter ab“, so Prunbauer abschließend.

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