Greenpeace macht mit Streetart-Aktion auf Regenwaldzerstörung aufmerksam

In Kooperation mit drei Wiener Streetart-Künstlern setzt die Umweltschutzorganisation ein Zeichen gegen Palmöl aus Regenwaldzerstörung

Wien (OTS) - Greenpeace hat im Markhof im dritten Wiener Gemeindebezirk tropische Paradiesvögel vom Regenwald in die Großstadt gebracht. Denn die Heimat der farbenprächtigen Vögel, der Regenwald Neuguineas, wird genau wie die restlichen Wälder Indonesiens und Malaysias systematisch abgeholzt, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. In Kooperation mit den drei Streetart-Künstlern Frau Isa, Kathi Macheiner und Lilo Krebernik entstand nun ein Fassadenkunstwerk, um auf die Regenwaldzerstörung aufmerksam zu machen. Weltweit nahmen an der Aktion “Wings of paradise” 18 KünstlerInnen in Städten von New York bis Taipeh teil.

"In Indonesien wird pro Jahr eine Fläche an Regenwald gerodet, die so groß ist wie 146 Fußballfelder. Dadurch verlieren Paradiesvögel, Orang-Utans und viele andere Tiere ihr Zuhause - genauso wie indigene Völker, deren Lebensgrundlage die Urwälder bilden", erklärt Lukas Meus, Waldsprecher bei Greenpeace. Nicht nur die Tiere und Menschen vor Ort sind auf das Ökosystem Regenwald angewiesen. Die Baumriesen helfen, das Klima der Erde zu regulieren und sind somit eines unserer stärksten Schutzschilder im Kampf gegen die Klimaerhitzung.

Doch die Palmölindustrie wächst ungebremst - und somit nimmt auch die enorme Zerstörung der Regenwälder zu. Weltweit ist Palmöl in fast jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten. "Gemeinsam fordern wir von Konzernen wie Nestlé und Unilever, kein Palmöl aus Regenwaldzerstörung zu verwenden. Vermeintlich nachhaltige Labels wie RSPO sind dabei keine Lösung", warnt Meus. Denn auch unter RSPO wird jeden Tag Urwald vernichtet.

Für die drei KünstlerInnen ist ein bewusster Umgang mit Palmöl Teil des Alltags. Frau Isa meint: "Wir Menschen müssen erkennen, was wir da zerstören, wenn wir Sachen kaufen ohne darüber nachzudenken. So viele Tiere sind bedroht, so viele Bäume werden gerodet, nur damit Konzerne Profit machen."

Bildmaterial
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