• 07.09.2018, 18:40:05
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  • OTS0177

Löger: Europa arbeitet an Regelwerk für Kryptoanlagen, um die Entwicklung der Branche zu unterstützen

Guter Start beim informellen ECOFIN unter Österreichs Ratsvorsitz. Europäische Investitionsbank (EIB), Leitzins und Kryptoanlagen als Agendapunkte am Tag eins.

Utl.: Guter Start beim informellen ECOFIN unter Österreichs
Ratsvorsitz. Europäische Investitionsbank (EIB), Leitzins und
Kryptoanlagen als Agendapunkte am Tag eins. =

Wien (OTS) - Österreichs Finanzminister Hartwig Löger hat das Thema
„Krypto“ während des österreichischen Ratsvorsitzes auf der
Finanzagenda voran gestellt. Europa, so Löger, fehle es derzeit an
einheitlichen Regeln im Umgang mit und Handel von Kryptoanlagen:
„Dieser Markt ist heute insbesondere im Vergleich zu anderen Branchen
weitgehend unreglementiert. Es geht uns um klare Spielregeln für
Unternehmen, Kundinnen und Kunden sowie Konsumentinnen und
Konsumenten, um Kryptoanlagen als Finanzinstrumente nutzbar zu
machen, und nicht um eine Überregulierung.“

„Mit einer Vision für Europa wollen wir den Standort für
Kryptoanlagen attraktivieren und einen europäischen Plan entwickeln,
um uns in diesem aufsteigenden Segment stärker zu positionieren“,
sagt Löger. Initial Coin Offerings (ICOs) können ein wertvolles
Instrument für europäische Unternehmen sein, um Zugang zu
Finanzierung zu erhalten. Finanzierungen über ICOs haben im März 2018
ein Volumen von mehr als 7 Milliarden US-Dollar erreicht. Mit Juli
ergab sich ein drastischer Rückgang auf 926 Millionen US-Dollar.
Wachstumsfördernde Regulierung soll dieses Potential für europäische
Unternehmen als seriöses Finanzierungsinstrument nutzbar machen und
eine stabile Marktentwicklung ermöglichen. Gleichzeitig wird das
Anlageuniversum durch qualitativ hochwertige ICOs erweitert und
Konsumentinnen und Konsumenten erhalten Zugang zu alternativen
Investmentmöglichkeiten. Die enge Abstimmung von Gesetzgeber,
Aufsicht und Industrie ist entscheidend, um diese
erfolgversprechenden Märkte zu entwickeln.

„Bei unserer ersten Arbeitssitzung haben wir gemeinsam mit den
Gouverneuren der Notenbanken die möglichen Auswirkungen des zu
erwartenden Anstiegs der Leitzinsen diskutiert, um fiskalpolitisch
die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Wichtig für alle
Mitgliedstaaten ist nämlich, auf die von der Europäischen Zentralbank
(EZB) angekündigte Normalisierung der Zinspolitik vorbereitet zu
sein, die entsprechenden Strukturreformen durchzuführen und ihre
öffentlichen Finanzen zu sanieren“, betont der österreichische
Finanzminister Hartwig Löger.

Auf der Agenda des zweiten Sitzungstages am 8. September steht die
Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion sowie das Thema der
fairen Besteuerung der digitalen Wirtschaft.

Aktuelle Bilder vom ECOFIN: https://bit.ly/2wSdCES

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