- 21.08.2018, 20:06:41
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Neues Volksblatt: "Feriendebatte" (von Markus EBERT)
Ausgabe vom 22. August 2018
Utl.: Ausgabe vom 22. August 2018 =
Linz (OTS) - Kaum neigt sich die Hitzewelle ihrem Ende zu, ist wieder
mehr Platz für die Diskussion über die essenziellen Dinge des Lebens.
Relativ lange warten mussten wir — nein, nicht auf das Ungeheuer von
Loch Ness — auf das klassische Sommerthema schlechthin: die Dauer der
Schulferien. Gleich bei ihrem ersten Sommergespräch ist Neo-Neos-Chef
Beate Meinl-Reisinger auf der Problematik ausgerutscht wie auf der
Bananenschale. Angesichts der schwierigen Betreuung seien sechs
Wochen genug, dafür könnte es Herbstferien sowie längere Ferien zu
Pfingsten oder zu Ostern geben, so Meinl-Reisinger, die ganz
offensichtlich nicht scharf genug nachgedacht hat — denn an der
Betreuungsproblematik ändern verlagerte Ferienzeiten gar nichts.
Eines zeigt der pinke Schnellschuss: Das Ferienthema ist komplex,
weil sehr viele verschiedene Interessen aufeinandertreffen. Eltern
von Volksschülern haben andere Betreuungsbedürfnisse als Eltern von
Oberstufenschülern oder Fachschülern, die zudem einen Teil der
Ferienzeit für ihre Pflichtpraktika brauchen. Auch bei den Lehrern
sind die Interessenlagen uneinheitlich, was auch für die von der
Regierung geplanten Herbstferien gilt. „Es gibt kein klares Bild dazu
— weder bei den Betroffenen noch bei den Interessenvertretern“, hieß
es gestern dazu aus dem Bildungsministerium. Womit garantiert ist:
Auch im nächsten Sommer gibt es eine Feriendebatte.
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