- 17.08.2018, 20:13:31
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Neues Volksblatt: "Schulterschluss" (von Herbert SCHICHO)
Ausgabe vom 18. August 2018
Utl.: Ausgabe vom 18. August 2018 =
Linz (OTS) - Mit knapp 52 gehört man zwar noch nicht zum alten Eisen,
aber ein Jungspund wäre man eigentlich auch nicht mehr – außer man
ist eine Universität. Denn die Linzer Johannes Kepler Universität ist
noch immer der Teenager unter den heimischen Unis. Zum Vergleich: Die
Wiener Uni ist 653 Jahre alt, die Grazer 433 und Salzburg ist seit
396 Jahren Universitätsstadt. Selbst die TU Wien wurde vor über 200
Jahren gegründet. Der Vorteil: Viele Dinge werden an der JKU
unkompliziert angegangen und man scheut nicht davor zurück, neue Wege
zu gehen. Der Nachteil: Man muss sich seinen Platz erst mühsam
erkämpfen, meist gegen den Widerstand der arrivierten „Mitbewerber“.
Dafür hat man aber auch Verbündete. Ja. Der Schulterschluss für die
Universität funktioniert in Oberösterreich über alle Parteigrenzen
hinweg. Da ist man sogar bereit mitzuzahlen, wie etwa beim jüngsten
Meilenstein, der Gründung der Medizinischen Fakultät.
Grundsätzlich ist es aber Aufgabe des Bundes, die akademische
Infrastruktur zu sichern und auszubauen. Diese Infrastruktur ist
wichtig und schafft Zukunft. Dafür investiert der Bund nun
Gottseidank zusätzliches Geld – Steuergeld, das zu einem großen Teil
in Oberösterreich erwirtschaftet wird. Und hoffentlich nicht dazu
verwendet wird, dass Lehrstühle in Wien und Graz errichtet werden und
die angehenden Techniker aus OÖ dann zwecks Studium dorthin
„auswandern“ müssen.
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