- 03.08.2018, 11:29:13
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ÖÄK: Wahlärzte kompensieren das Kaputtsparen der Kassenmedizin
Wien (OTS) - „Es ist erfreulich, dass der Hauptverband der
Sozialversicherungen die Qualitätssicherung der Kassenärzte lobt,
aber die Qualität der Wahlärzte dabei in Frage zu stellen, ist
unverständlich“, sagt der Präsident der Österreichischen Ärztekammer,
Thomas Szekeres.
Dem großen Engagement von Wahlärzten sei es zu danken, dass Schwächen
und Lücken in der Kassenmedizin etwas abgefangen werden können. Viele
Kollegen bieten den Patienten ihre Leistungen auch zu Kassentarifen
an, um sie nicht wegen hausgemachter Systemschwächen finanziell zu
belasten. Szekeres: „Wahlärzte sind zu einer Säule in der Versorgung
geworden, können aber weder mit Bürokratie, Deckelungen und
Degressionen so gegängelt werden wie ihre Kollegen mit Kassenvertrag.
Oft können sie auch ein breiteres Leistungsspektrum anbieten.“
„Wir sollten dringend gemeinsam an Lösungen arbeiten und die
Kassenmedizin endlich aufwerten, anstatt Wahlärzte abzuwerten“, sagt
der ÖÄK-Präsident, der betont, dass alle Beteiligten ganz genau
wüssten, warum es zu dieser Steigerung bei Wahlärzten komme. „Trotz
aller Warnungen wurde das Kassensystem über Jahrzehnte ausgetrocknet.
Dadurch wird dieses System für Ärzte und Patienten immer
unattraktiver,“ sagt der Ärztekammer-Präsident. Die Steigerungen bei
den Wahlärzten und überfüllte Spitalsambulanzen würden eine deutliche
Sprache sprechen.
Auch die immer wieder zitierte Behauptung, dass Österreich eine zu
hohe Dichte an Ärzten hätte, will der ÖÄK-Chef nicht unwidersprochen
hinnehmen. „Kein vergleichbares Land weist in seinen Statistiken die
Ärzte in Ausbildung aus und kaum ein Land hat so viele
Teilzeitbeschäftigte Ärzte in der Versorgung, wie Österreich,“ sagt
Szekeres.
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