Treffen Deutsch/Sobotka: „Registrierung ausgeschlossen“

IKG-Präsident und Nationalratspräsident mahnen Versachlichung ein – Registrierung von Konsumenten kein Thema

Wien (OTS) - Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Oskar Deutsch und Nationalpräsident Wolfgang Sobotka thematisierten in einem Gespräch heute Vormittag jüngst aufgekommene Fragen rund um das Schächten. Die emotional und unsachlich geführte Debatte sei nicht im Interesse eines von Respekt getragenen gesellschaftlichen Zusammenlebens. „Präsident Oskar Deutsch und ich sind angesichts der aktuellen Debatte einer Meinung, dass die bestehenden Gesetze in ihrer bisherigen Interpretation ausreichend sind. Religiöse Themen sind ungeeignet, um aus ihnen politisches Kleingeld zu schlagen. Eines ist ganz klar, die Registrierung von Konsumenten koscheren Fleisches ist in keiner Weise mit dem Grundrecht der freien Religionsausübung vereinbar und daher auszuschließen. Ich appelliere hier auch an alle Beteiligten, sich auf einer sachlichen Ebene mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, so Sobotka wörtlich. 

Oskar Deutsch hielt nach der Unterredung fest, dass sich die jüdische Gemeinde sehr genau an bestehende Gesetze halte. Das Schächten wurde zuletzt im Jahr 2004 neu geregelt – im Einvernehmen mit Tierschützern, Tierärzten und allen Parlamentsparteien. „Eine Versachlichung der Debatte bedeutet, dass man die Agitation gegen das Schächten einstellt. Die Dämonisierung des Schächtens erinnert an die Dämonisierung von Menschen“, so Oskar Deutsch. Abschließend hält der IKG-Präsident fest: „Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat sich bereits klar auf die Seite der Religionsfreiheit gestellt und gegen Registrierungen von Konsumenten ausgesprochen.“

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