• 28.06.2018, 10:42:43
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  • OTS0079

Paiha, AUGE/UG zu 60-Stundenwoche und 12-Stundentag: „48 ist das neue 40 - 40-Stunden-Woche droht zur Farce zu verkommen!“

Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen für 30-Stunden-Woche, damit ‚Arbeit nicht das Leben frisst‘

Utl.: Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen für
30-Stunden-Woche, damit ‚Arbeit nicht das Leben frisst‘ =

Wien (OTS) - „Werden 60-Stunden-Woche und 12-Stunden-Arbeitstag
beschlossen, dann droht die 40-Stunden-Woche zur Farce zu verkommen.
Bezugsrahmen für wöchentliche Arbeitszeiten wird die
EU-Arbeitszeitrichtlinie. Österreich, das bei den Wochenarbeitszeiten
vollzeitbeschäftigter ArbeitnehmerInnen ohnehin schon einen
Spitzenplatz einnimmt, wird dann bald uneinholbar, “ warnt Klaudia
Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG – Alternative, Grüne und
Unabhängige GewerkschafterInnen.

Zwt.: „48 ist das neue 40“ - Tatsächlich geleistete Arbeitszeiten
werden sich drastisch erhöhen

Die EU-Arbeitszeitrichtlinie erlaubt die wöchentlich geleistete
Arbeitszeit über einen Zeitraum von 17 Wochen durchzurechnen. Paiha:
„Das heißt, dass über einen längeren Zeitraum hinweg
60-Stunden-Wochen möglich sein werden, solange innerhalb von 4
Monaten eine durchschnittliche Arbeitszeit von 48 Stunden je Woche
nicht überschritten wird.“ Im Gesetzestext zum 12-Stunden-Tag und zur
60-Stunden-Wochen beziehen sich FPÖ und ÖVP ausdrücklich auf die
EU-Arbeitszeitrichtlinie als Referenzrahmen.

„Die Regierung kann noch hundertmal behaupten, dass sich an der
gesetzlichen Normalarbeitszeit von 40 Stunden je Woche nichts ändern
wird: Die 40-Stunden-Woche wird bedeutungslos, die tatsächlich
geleistete wöchentliche Arbeitszeit wird sich drastisch erhöhen.
Neuer Maßstab ist die EU-Arbeitszeitrichtlinie mit ungleich längeren,
zulässigen Wochenarbeitszeiten. 48 ist das neue 40“, kritisiert
Paiha. „Diese Arbeitszeiterhöhung und -ausweitung ist nichts anderes
als ein gesetzlich legitimierter Raubzug an Freizeit, Gesundheit,
Erholung, Selbstbestimmung und Engagement außerhalb der Arbeitswelt.
Bedürfnislagen der ArbeitnehmerInnen zählen nichts mehr in der
schwarz-blauen Welt, die Beschäftigten haben sich komplett den
Interessen von Wirtschaft und Industrie unterzuordnen.“

Zwt.: Damit die Arbeit nicht das Leben frisst: 30-Stunden-Woche

Die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen
demonstrieren daher am 30. Juni nicht nur gegen 12-Stunden-Arbeitstag
und 60-Stunden-Arbeitswoche, sondern auch für eine umfassende,
generelle Arbeitszeitverkürzung. Viele Vollzeitbeschäftigte leiden
bereits jetzt unter Arbeitsdruck und Zeitnotstand und würden gerne
Arbeitszeit verkürzen. Umgekehrt würden viele Teilzeitbeschäftigte –
vor allem Frauen – gerne länger arbeiten.

AUGE/UG-Bundessprecherin Paiha abschließend: „Daher braucht es
eine generelle Arbeitszeitverkürzung, einen deutlich verkürzten
Vollzeitstandard, der Arbeit, Zeit und damit Einkommen gerechter
verteilt und sich an den Bedürfnissen der ArbeitnehmerInnen
orientiert – eine 30-Stunden-Woche mit einem fairen Einkommens- und
Personalausgleich. Nein zum 12-Stunden-Arbeitstag! 30-Stunden-Woche
jetzt! Dafür gehen wir am Samstag auf die Straße.“

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