• 21.06.2018, 13:22:54
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  • OTS0171

„Pressepreis“ der Österreichischen Ärztekammer für 2017 vergeben

Ausgezeichnet: Kristina Schmidt-Labenbacher, ORF-„Am Schauplatz“ und Robert Buchacher, „Profil“

Von links: Dr. Robert Buchacher, o.a. Univ.-Prof.
Dr. Thomas Szekeres, Mag. Kristina Schmidt-Labenbacher.

Utl.: Ausgezeichnet: Kristina Schmidt-Labenbacher, ORF-„Am
Schauplatz“ und Robert Buchacher, „Profil“ =

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK),
Thomas Szekeres, hat heute, Donnerstag, den „Preis der
Österreichischen Ärztekammer für besondere publizistische Leistungen
im Interesse des Gesundheitswesens“ für das Jahr 2017 vergeben.
Ausgezeichnet wurden Kristina Schmidt-Labenbacher von der
ORF-Redaktion „Am Schauplatz“ und Robert Buchacher vom „Profil“.

Mit dem Preis wolle die Österreichische Ärztekammer jedenfalls
sorgfältig recherchierte und ausgewogen aufbereitete publizistische
Arbeiten auszeichnen. Das schließe jedoch eine aufrüttelnde
Darstellung von tatsächlich gravierenden Problemen nicht aus, so
Szekeres. Beide Preisträger hätten aktuelle Brennpunkte der
medizinischen Grundversorgung auf überzeugende Weise aufbereitet.

Schmidt-Labenbacher: „Ordination geschlossen“

Kristina Schmidt-Labenbacher ist seit zwei Jahrzehnten für
verschiedene ORF-Fernsehmagazine redaktionell tätig. Im Besonderen
arbeitet sie seit 2007 für das Format „Bürgeranwalt“ und seit 2012
für „Am Schauplatz“ sowie für „Am Schauplatz Gericht“. Gesundheit und
Medizin gehören dabei zu ihren Schwerpunktthemen.

Den ÖÄK-Pressepreis brachte ihr die im Juli letzten Jahres
ausgestrahlte „Am Schauplatz“-Folge mit dem Titel „Ordination
geschlossen – Landarzt gesucht“ ein. Am Beispiel mehrerer Hausärzte
in ländlichen Regionen – vom Burgenland bis nach Tirol – konnte
Schmidt-Labenbacher zeigen, was es für die Bevölkerung, die lokale
Politik und nicht zuletzt für die betroffenen Ärzte bedeutet, wenn
sie keinen Nachfolger für ihre Ordination finden.

Was diese Sendung auszeichnet, ist, dass sie trotz aller Dramatik der
Situation auch Hoffnung vermittelt. Dies sei wichtig, so der
ÖÄK-Präsident, um jungen Ärztinnen und Ärzten zu vermitteln, wie
erfüllend und lohnenswert der Hausarzt-Beruf gerade auch in kleineren
Gemeinden sei.

Buchacher: „Notfallakte“

Robert Buchacher leitete von 1997 bis 2012 das Ressort Wissenschaft
des Wochenmagazins „Profil“. Schon zuvor war er zehn Jahre lang mit
innenpolitischen Themen befasst. Der vielfach ausgezeichnete
Journalist – unter anderem erhielt er schon 1996 den ÖÄK-Pressepreis
für eine Reportage über das AKH – ist nach wie vor publizistisch
tätig.

Die aktuelle Auszeichnung erhielt er für die hohe Qualität seiner
jahrzehntelangen Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist sowie
insbesondere für seinen im Dezember 2017 im „Profil“ publizierten
Schwerpunkt zum Thema Notfallmedizin.

Durch Interviews besonders anschaulich gestaltet, zeigt der Text
unter dem Titel „Notfallakte“ auf, dass es in Österreich zu wenige
Notärzte gibt, Sanitäter oft nicht genügend ausgebildet sind und dass
Rettungsorganisationen in vielen Bundesländern mit finanziellen
Problemen zu kämpfen haben. All das führe letztlich dazu, dass –
trotz medizinischer Fortschritte – die Überlebenschancen im Notfall
nicht überall in Österreich gleich hoch seien. (ar)

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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