Droht Privatisierung der Unfallspitäler?

ÖAAB-FCG-Pöltl: „Ein Angriff auf das solidarische System der Versicherung / Leistungen bald nur noch für zahlende Patienten!“

Wien (OTS) - Mit Entsetzen reagiert die Fraktion Christlicher Gewerkschafter auf die Aussagen der FPÖ-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein über die Zukunft der AUVA im gestrigen parlamentarischen Gesundheitsausschuss. Die Ministerin hat nämlich auf die wiederholte Nachfrage der SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Privatisierung der Unfallkrankenhäuser kommen könne. Bisher war immer vom Fortbestand der Unfallkrankenhäuser in den verbleibenden Krankenkassen die Rede. Zwar hat die Ministerin noch am selben Tag die Privatisierungsabsicht von ihrem Pressesprecher dementieren lassen, im Ausschuss hat sie aber vor Zeugen dies ausdrücklich „nicht ausschließen“ wollen. Wie die Zeitschrift „News“ berichtete, sollen die Unfallspitäler in GmbHs umgewandelt und für privates Kapital geöffnet werden.

Privatspitäler

Mit einer Privatisierung würden die Leistungen der AUVA wohl bald nur noch Privatversicherten oder zahlenden Patienten zustehen, meinen Kritiker. Fritz Pöltl, der ÖAAB-FCG-Fraktionsvorsitzende in der AK-Wien: „Das ist ein wirklich ernster Angriff auf das bisher bestens funktionierende solidarische System unserer Unfallversicherung. Die Folgen sind nicht annähernd abzusehen.“ Wichtigen Aufgaben im Bereich der Prävention, der Rehabilitation aber auch die finanziellen Entschädigung bei bleibenden Unfallschäden würden bei einer Privatisierung für die meisten Betroffenen wegfallen. Fritz Pöltl:
„Es ist dies aber auch ein tödlicher Angriff auf die bisher gut funktionierende Sozialpartnerschaft. Sie hat Österreich Wohlstand und sozialen Frieden gebracht. Die Zerschlagung der AUVA wird diesen Frieden mit Sicherheit mehr als nur gefährden!“

Risiko 12-Stunden-Tag

Hinzu komme dann auch noch, dass der 12-Stunden-Tag das Unfallrisiko für Arbeitnehmer signifikant ansteigen lassen wird. Fritz Pöltl: „Es ich höchst fraglich, ob sich die Unfallopfer dann die privaten Unfallspitäler auch noch leisten werden können!“

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