- 05.06.2018, 14:40:35
- /
- OTS0179
Kulturminister Blümel verlieh Yona Friedman den Kiesler-Preis 2018
Französischer Architekt an 95. Geburtstag mit höchst dotierter Auszeichnung der Republik gewürdigt
Utl.: Französischer Architekt an 95. Geburtstag mit höchst dotierter
Auszeichnung der Republik gewürdigt =
Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass der diesjährige Kieslerpreisträger
in geradezu idealer Weise mit dem visionären Werk des Namensgebers
korrespondiert. Yona Friedmann ist nicht nur ein innovativer
Architekt mit seinen Raumstadtkonzepten, er war weit seiner Zeit
voraus. Nicht nur für Stadtplaner und Architekten ist seine Arbeit
ein enorm wichtiger Ansatzpunkt, auch die zeitgenössische Kunst
entdeckt ihn und seine künstlerisch-poetische Qualität für sich neu",
so Kulturminister Gernot Blümel im Rahmen der Preisverleihung.
"Herzliche Gratulation zur Auszeichnung und zum 95. Geburtstag."
Der Österreichische Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst
wird alle zwei Jahre abwechselnd von der Republik Österreich und der
Stadt Wien vergeben. Er ist mit 55.000 Euro Preisgeld dotiert und
kürt "herausragende Leistungen im Bereich der Architektur und der
Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen
Friedrich Kieslers" entsprechen. Friedmans städteplanerischen
Überlegungen, die er erstmals 1958 als Manifest "L‘Architecture
Mobile" veröffentlichte, waren damals visionär und sind es bis heute.
Besonders seine Ideen, die Architektur als dynamisches,
veränderliches Konstrukt zu begreifen, werden seit mittlerweile 60
Jahren vielfach rezipiert.
Hani Rashid, Präsident der Friedrich Kiesler Stiftung: "Es ist
gleichzeitig eine Überraschung und gar keine Überraschung, dass der
Kiesler-Preis dieses Zyklus' an den ungemein einflussreichen,
zugleich in einigen Aspekten rätselhaften Genius Yona Friedman geht.
Friedmans Œuvre umfasst auf großartige und harmonische Weise Kunst,
Urbanismus, Architektur, Poesie und Wissenschaft – und aus diesem
Grund allein gibt es keine bessere Auszeichnung in der Welt als den
Kiesler-Preis als Anerkennung für einen Werkkorpus wie keinen
anderen, dessen Einfluss sich erst jetzt zu verfestigen beginnt."
Peter Bogner, Direktor der Friedrich Kiesler Stiftung: "Mit seinen
Ideen setzt Yona Friedman in unglaublicher Weise in Architektur,
zeitgenössischer Kunst, Soziologie, Ökologie und Neuen Medien fort,
womit sich Friedrich Kiesler zeit seines Lebens befasste. Der 11.
Kiesler-Preisträger erweist sich in seinem Denken als Weltbürger, als
Fortführer und Fortentwickler des immanent brisanten Themas der
Menschheit einer friedlichen Koexistenz in einer überbevölkerten
Welt, wobei Yona Friedman auch großen Respekt vor der Geschichte der
bestehenden urbanen Struktur hat."
Bilder der Preisverleihung sind in Kürze über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU






