Rauchfreie Gastronomie – der Jugend zuliebe

Wien (OTS) - Auch wenn die Regierung Maßnahmen wie das Rauchverbot für unter 18-Jährige oder das Rauchverbot im Auto bei mitfahrenden Kindern beschließt - die wirksamste Maßnahme zur Verhinderung der jugendlichen Raucherkarrieren ist das Rauchverbot in der Gastronomie. Anlässlich des Weltnichtrauchertages fordert die Österreichische Krebshilfe daher einmal mehr ein Umdenken der politisch Verantwortlichen.

Knapp 10 Prozent der 15-Jährigen in Österreich rauchen bereits täglich (HBSC, 2014). Fasst man die Altersgruppe der 15 – 19-Jährigen zusammen, liegt Österreichs Jugend mit 20 % täglichen Rauchern überhaupt an erster Stelle in Europa (Eurostat, 2017). „Diese Statistiken zeigen ganz deutlich, wie wichtig nachhaltige Schritte bei der Tabakprävention für den Jugendschutz sind“, bekräftigt Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda.

Der Blick über die Grenzen zeigt, dass sich Nichtraucherschutz-Gesetze – allen voran das generelle Rauchverbot in der Gastronomie – nicht nur positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken, sondern vor allem auch die Zahl der regelmäßig Rauchenden verringern – insbesondere bei den Jugendlichen. „Denn die Jugend beginnt mit dem Rauchen nicht zu Hause, sondern bei ihren sozialen Kontakten, im Freundeskreis, beim Fortgehen“, erklärt Sevelda.

Je später Jugendliche zur Zigarette greifen, umso geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie langfristig von Nikotin abhängig werden. Wirksamste Maßnahmen dazu sind die Anhebung des Zigarettenpreises, die strikte Einhaltung der Altersgrenze zur Abgabe der Zigaretten (18 Jahre) und das Rauchverbot in der Gastronomie.

„Maßnahmen wie das Rauchverbot im Auto bei mitfahrenden Kindern sind zwar gut und richtig, aber global betrachtet reine Kosmetik“, ärgert sich der Krebshilfe-Präsident. „Die eigentliche Weichenstellung für den Jugendschutz bleibt bis dato noch aus. Umso wichtiger ist es, unser Don’t smoke Volksbegehren vom 1. – 8. Oktober zu unterzeichnen, damit die politisch Verantwortlichen endlich beginnen umzudenken.

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Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident
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