Nationalrat – Heinisch-Hosek: „Gewaltschutz sollte ausgebaut, nicht reduziert werden“

Unterstützung für Ausbau von Betreuungsplätzen für von Gewalt betroffene Frauen

Wien (OTS/SK) - „Gewaltschutz sollte ausgebaut, nicht reduziert werden“, so die Frauensprecherin der SPÖ, Gabriele Heinisch-Hosek, die Bundeskanzler Kurz an seine eigenen Worte erinnert, wonach Gewaltschutz aktive Frauenpolitik sei. Heinisch-Hosek bezeichnet den Ausbau von 100 Betreuungsplätzen für von Gewalt betroffene Frauen zwar als positiv, kritisiert aber, dass die Umsetzung erst in zwei Jahren geplant ist: „Wir könnten dem Ganzen auch Substanz geben, wenn wir nicht warten, sondern bereits ab 1. September 2018 mit dem Ausbau der geplanten Plätze beginnen“, so Heinisch-Hosek, die betont, dass dafür im Kanzleramt genug Budget – „Stichwort Spielgeld“ – vorhanden ist. ****

„Vor 39 Jahren wurde in Wien das erste Frauenhaus gegründet, damals war Johanna Dohnal maßgeblich beteiligt. Und vor 21 Jahren haben wir unter Babara Prammer bahnbrechende Gewaltschutzprojekte verabschiedet“, erinnert Heinisch-Hosek und ergänzt, dass man immer versucht habe, Gewaltschutz in Österreich weiterzuentwickeln – dies musste geschehen, weil mehr Bewusstsein da war, aber auch weil die Opferzahlen gestiegen sind. „Jetzt ist es zum ersten Mal so, dass budgetäre Einschnitte vorgenommen werden. Das führt dazu, dass die Flächendeckung von Frauen, die beraten werden, von 85 auf 80 Prozent reduziert wird“, kritisiert Heinisch-Hosek.

 

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