- 09.05.2018, 09:30:34
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Greenpeace zu Birdlife-Studie: Kurswechsel in der Agrarpolitik dringend nötig
Künftige EU-Agrarpolitik muss Steuergeld-Vergabe an Tier- und Umweltschutz binden
Utl.: Künftige EU-Agrarpolitik muss Steuergeld-Vergabe an Tier- und
Umweltschutz binden =
Wien (OTS) - Die heute von Birdlife in Österreich veröffentlichte
Studie zur Bestandsentwicklung heimischer Brutvogelarten ist ein
Alarmsignal, das die politisch Verantwortlichen endlich zum Handeln
bringen muss, so Greenpeace. Intensiv genutzte Agrarflächen und der
Einsatz von Pestiziden haben gravierende Auswirkungen auf die
Artenvielfalt, wie die Studie ein weiteres Mal belegt. Um
zusätzliches Artensterben zu verhindern müsse endlich die Agrarwende
eingeleitet werden, so die Umweltschutzorganisation.
„Der Intensivierungsdruck in der Landwirtschaft sorgt für einen
massiven Einsatz von Pestiziden und nimmt Vögeln und Insekten
Lebensraum und Nahrung. Ohne einen drastischen Kurswechsel in der
Agrarpolitik wird das Summen und Zwitschern zusehends verstummen“,
warnt Greenpeace-Landwirtschaftssprecher Sebastian Theissing-Matei.
Tagtäglich müssen in Österreich kleine bäuerliche Familienbetriebe
schließen. Die verbleibenden Höfe wiederum werden größer und größer.
Der Einsatz von Pestiziden steigt – in ganz Europa und auch in
Österreich. Dieser lebensfeindliche Trend könne und müsse gestoppt
werden, so Theissing-Matei.
Aktuell wird die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen
Union (GAP) nach 2020 verhandelt. Für diese steht der größte Posten
im EU-Budget zur Verfügung. Aus Sicht von Greenpeace muss dieses
Steuergeld endlich für eine naturverträgliche und zukunftsfähige
Agrarpolitik, für eine echte Agrarwende, genutzt werden.
„Ministerin Köstinger ist gefordert, endlich sicherzustellen, dass
öffentliche Gelder für öffentlich gewünschte Leistungen eingesetzt
werden. Anstatt rein die Fläche zu fördern, sind wir gut beraten
unsere Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, Lebensraum für
Insekten und Vögel zu schützen. Der Erhalt der Natur und der
Artenvielfalt, der Klimaschutz, das Wohl der gehaltenen Tiere und die
Produktion von gesundem Essen müssen die Gradmesser für die künftige
Vergabe von Steuergeld sein“, so Theissing-Matei.
Hier finden Sie die Birdlife-Studie zur Bestandsentwicklung häufiger
österreichischer Brutvögel: https://goo.gl/NbBpAM
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