• 22.04.2018, 18:03:35
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  • OTS0039

Österreich und IWF verlängern Übereinkommen über das Joint Vienna Institute

Finanzminister Hartwig Löger und Christine Lagarde,
geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF)
unterschrieben das JVI Memorandum of Understanding.

Wien (OTS) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) und Österreich
blicken bereits auf eine 26-jährige Erfolgsbilanz des Joint Vienna
Institute (JVI) in Wien zurück. Diese Zusammenarbeit wurde heute von
der Geschäftsführenden Direktorin des IWF, Christine Lagarde, dem
österreichischen Finanzminister, Hartwig Löger, dem Gouverneur der
Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, und dem
OeNB-Vizegouverneur, Andreas Ittner, in Washington, DC um weitere
vier Jahre verlängert.

„Die Kooperation zwischen Österreich und dem IWF am JVI zeigt
eindrucksvoll, welche Bedeutung Österreich dem Aufbau
wirtschaftspolitischer Kapazitäten in den aufstrebenden
Volkswirtschaften Europas und Zentralasiens beimisst“, so IWF-Chefin
Lagarde, „und der IWF ist Österreich für seine kontinuierliche
Unterstützung am JVI zu Dank verpflichtet.“

Finanzminister Löger betonte, dass „der Ausbau der Kapazitäten
wirtschaftspolitischer Institutionen zu einer schlagkräftigeren
Politik führt und somit Stabilität und Wachstum fördert. Durch das
Angebot an Schulungen für Experten und Expertinnen aus der
öffentlichen Verwaltung leistet Österreich einen wichtigen Beitrag
zur Festigung seiner Nachbarschaftsbeziehungen.“ OeNB-Gouverneur
Nowotny unterstrich weiters: „Seit mehr als einem Vierteljahrhundert
ist das JVI der Förderung solider Wirtschaftspolitiken in der Region
wie auch dem Wissensaustausch auf Expertenebene zwischen
Zentralbanken und öffentlichen Einrichtungen verpflichtet.“

Über das JVI
Das JVI ist eine unabhängige internationale Organisation und das
älteste Mitglied eines vom IWF weltweit betriebenen Netzwerks aus
regionalen Zentren für den Kapazitätsaufbau. Zusammen mit einer Reihe
internationaler Institutionen und Partner bietet das JVI vor allem
Experten und Expertinnen aus Zentralbanken und aus der öffentlichen
Verwaltung ein breit gefächertes politikorientiertes Kursangebot. Die
Kursteilnehmer stammen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, dem
Kaukasus und aus Zentralasien. Ziel ist es, diese Länder bei der
Stärkung ihrer wirtschaftspolitischen Institutionen und Politik zu
unterstützen, die Zusammenarbeit in dieser Region zu fördern und den
Aufbau regionaler Expertennetzwerke in der öffentlichen Verwaltung zu
ermöglichen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1992 zählte das JVI über 42.000
Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Kursen, welche die Bereiche
Wirtschafts-, Fiskal-, Geld- und Finanzmarktpolitik abdecken. Unter
den Alumni des JVI finden sich zahlreiche amtierende und ehemalige
Zentralbankgouverneure und -gouverneurinnen, Minister und
Ministerinnen sowie andere hochrangige Persönlichkeiten aus mehr als
30 Ländern.

Das zwischen dem IWF und Österreich geschlossene Memorandum of
Understanding wird alle vier Jahre überprüft – so zuletzt geschehen
im Jahr 2014.

Die JVI-Kurse werden in der Regel von Österreich (BMF und OeNB) und
dem IWF gehalten, häufig in Kooperation mit Partnerorganisationen wie
der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), der
Europäischen Investitionsbank (EIB), der Internationalen Bank für
Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der
Welthandelsorganisation (WTO) und der Europäischen Kommission.

Weitere Informationen über das JVI und seine Primärmitglieder finden
sich unter:
Joint Vienna Institute (JVI): http://www.jvi.org
Internationaler Währungsfonds (IWF): http://www.imf.org

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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