- 10.04.2018, 11:25:21
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AUGE/UG, Koza: "Zerschlagung der AUVA verbessert nichts für die Menschen!"
Volle Solidarität mit den Beschäftigten der AUVA.
Utl.: Volle Solidarität mit den Beschäftigten der AUVA. =
Wien (OTS) - „Mit dem Dauerfeuer der Bundesregierung auf die
Unfallversicherung wird soziale Sicherheit zerstört, Unsicherheit
verstärkt und Gesundheit gefährdet. Von Verbesserungen ‚im System‘
keine Spur, das ist Kahlschlag bei den Menschen,“ kritisiert Markus
Koza, Bundessekretär der AUGE/UG – Alternative, Grüne und Unabhängige
GewerkschafterInnen, die Regierungspläne zur AUVA. „Die
Unfallversicherung zu zerschlagen, verbessert genau gar nichts an der
Versorgung der Menschen nach Unfällen oder Berufserkrankungen. Die
Beschäftigten der AUVA, die deswegen heute auf die Straße gehen,
haben jede Solidarität verdient.“
Zwt.: Kürzung der UV-Beiträge ist schwarz-blaue Umverteilung von
PatientInnen zu Unternehmen
Die Wichtigkeit einer Unfallversicherung liegt auf der Hand:
160.000 Menschen haben jedes Jahr Ansprüche nach Arbeitsunfällen,
Wegunfällen oder Berufserkrankungen. Sechs von hundert ArbeiterInnen
brauchen jedes Jahr etwas von der Unfallversicherung: eine
Unfallversorgung, eine Rehabilitation, eine berufliche Umschulung
nach schweren Unfällen oder Erkrankungen, Schmerzensgeld oder Ersatz
des Einkommensausfalls. „Was davon will die Regierung abschaffen,
wenn sie die Kosten um über ein Drittel reduziert?“, fragt sich Koza.
„Auch wenn in der Unfallversicherung noch vieles verbessert werden
kann“, so Koza, „geht es Hartinger, Kurz, Strache und Co. schlichtweg
nicht darum Verbesserungen für die Betroffenen zu schaffen, sondern
mit der Reduktion der Beiträge zur Unfallversicherung die Kosten für
Unternehmen zu senken.“ Diese Kostensenkungen wird die Allgemeinheit
auf die eine oder andere Art und Weise bezahlen müssen: „Entweder
gibt es einfach bestimmte Leistungen wie etwa die berufliche
Rehabilitation oder die Unfallrenten nicht mehr, oder sie müssen von
anderen Einrichtungen bezahlt werden., Vertreter der UG im ÖGB
Vorstand Das geht dann aber entweder auf Kosten aller erkrankter
Menschen, auf Kosten der Arbeitslosen oder auf Kosten der
Bundesländer.“
Zwt.: Zerschlagung der AUVA gefährdet Jobs und Betriebe
Der AUGE/UG-Bundessekretär weiter: „Das gefährdet auch noch Jobs,
denn die Unfallversicherung ist eine Versicherung der Betriebe vor
den Schadensersatzansprüchen ihrer MitarbeiterInnen nach Unfällen.
Diesen Schutz der Betriebe abzuschaffen, kann Betriebe und damit
Arbeitsplätze in der Existenz gefährden. Genau deshalb wurde die
Unfallversicherung ja auch Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen.“
Damit ist das Programm der blau-schwarzen Bundesregierung auch
genau umschrieben, so Koza abschließend: „Zurück in das 19.
Jahrhundert. Zuerst wird die Unfallversicherung sturmreif geschossen,
dann die Arbeitslosenversicherung. Das wird‘s mit den Gewerkschaften
allerdings so nicht spielen. Dessen kann sich die Bundesregierung
sicher sein.“
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