Budget – Drozda: "Fehlende Valorisierung beim Kultur-Budget ist angesichts der guten Konjunktur vertane Chance"

Budgetloch steigt bis 2022 kontinuierlich

Wien (OTS/SK) - Mit dieser Woche starten die Ausschussberatungen zum Budget 2018/19, heute steht u.a. das Kulturbudget auf der Tagesordnung. Wenig zufrieden mit dem Haushalt für Kunst und Kultur ist SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda. "Die leichte Erhöhung, die Kulturminister Blümel abfeiert, gibt es nur für heuer und wird zum Großteil für die Aktivitäten der Ratspräsidentschaft aufgewendet werden. Ab nächstem Jahr sinkt der Voranschlag wieder. Die Valorisierung, wie sie im ÖVP-Wahlprogramm noch versprochen wurde, kommt nicht. Fazit: Es gibt keine Erhöhung. Im Gegenteil:
Berücksichtigt man die Inflationsrate, werden in einigen Jahren beträchtliche Mittel fehlen", erläutert Drozda. ****

Bei einer angenommenen Inflation von 1,9 Prozent fehlen bereits 2019 16,7 Mio. Euro, 2020 sind es rund 25 Mio., 2021 33 Mio. und 2022 42 Mio. Euro. "Zu fürchten ist, dass vor allem die kleineren, weniger repräsentativen Kulturinstitutionen und das künstlerische Personal finanziell unter die Räder kommen", sagt Drozda. Er selbst habe in seiner Amtszeit eine Budgeterhöhung von 13 Mio. Euro erreicht, plus eine Erhöhung für die freien Gruppen, erinnert der ehemalige Kulturminister.

"Aufgrund der guten Konjunktur wäre es jetzt ein historisch günstiger Zeitpunkt gewesen, eine Valorisierung durchzusetzen. Hier hat es dem Kulturminister offenbar an Ehrgeiz gefehlt; eine vertane Chance", so Drozda. (Schluss) mb/ah/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004