Konsumenten ist Herkunft und Haltungsform wichtig

AMA-Hennen bekommen einen Wintergarten

Wien (OTS) - 235 Eier verbrauchen Herr und Frau Österreicher durchschnittlich im Jahr. Etwa ein Zehntel davon werden rund um Ostern verspeist. Die Angabe der Herkunft und Haltungsform ist den Konsumenten wichtig - auch bei Verarbeitungsprodukten und in der Gastronomie.

Im vergangenen Jahr wurden von den heimischen Haushalten laut RollAMA*) 756 Mio. Frischeier im Wert von 186 Mio. Euro gekauft. Der Eiereinkauf im Lebensmitteleinzelhandel stieg um knapp 10%, alternative Bezugsquellen wie Ab-Hof-Verkauf oder Zustellung haben 2017 an Bedeutung verloren.

Den Löwenanteil nach Haltungsformen nimmt mengenmäßig die Bodenhaltung mit 63% ein, wertmäßig beträgt der Anteil 50%. 24% der Menge beziehungsweise 28 des Wertes entfallen auf Freilandhaltung, knapp 13% der Eier auf Bio-Haltung. Wertmäßig beträgt der Bio-Anteil 22% - Tendenz steigend.

Vier Euro pro Monat für Eier

Ein Bio-Ei kostete 2017 im Durchschnitt 42 Cent, eines aus Freilandhaltung 28 Cent, aus Bodenhaltung 19 Cent. Neun von zehn Haushalten kaufen mindestens einmal im Jahr Eier im Lebensmitteleinzelhandel. Der überwiegende Teil wird als Frischei gekauft, 7% sind bereits gekocht und fertig zum Verspeisen. Rund 4 Euro gibt ein Haushalt pro Monat durchschnittlich für Eier aus.

Info über Herkunft ist Konsumenten wichtig

Einer aktuellen AMA-Umfrage zufolge entscheidet für 22% der Befragten die Haltungsform über den Einkauf der Eier. Für ein Fünftel der Studienteilnehmer ist die österreichische Herkunft das wichtigste Kaufkriterium. Die Frische steht an dritter, der Preis erst an fünfter Stelle.

Die Angaben zu Herkunft und Haltungsform bei Frischeiern sind im Lebensmitteleinzelhandel selbstverständlich und auch gesetzlich vorgeschrieben. Mehr als die Hälfte der Befragten wünschen sich eine Herkunftsinformation auch bei Verarbeitungsprodukten wie Kuchen, Nudeln oder Mayonnaise. In der Gastronomie herrscht ebenfalls großes Interesse daran, woher die verarbeiteten Eier stammen. Für rund 70% ist die Herkunft sehr wichtig beziehungsweise wichtig.

Produktionsschwerpunkt Steiermark, NÖ und OÖ

1,8 Mrd. Eier legen Österreichs 6,6 Mio. Hennen jährlich. Damit können die heimischen Landwirte 86% der Nachfrage decken. Die Steiermark ist mit 358 AMA-Gütesiegel-Betrieben das produktionsstärkste Bundesland, gefolgt von Nieder- und Oberösterreich mit 118 beziehungsweise 108 Legehennenhaltern.

AMA-Hennen bekommen einen Wintergarten

Seit Anfang 2018 bekommen Hennen auf AMA-Betrieben in Bio- oder Freilandstallungen, die um- oder neu gebaut werden, Zugang zu Wintergärten. Diese überdachte und geschützte Freifläche ist verpflichtend für Teilnehmer am AMA-Gütesiegel. Auch für Ostereier sehen die AMA-Standards strenge Kriterien vor. Die Haltungsform muss auf der Osterei-Verpackung angegeben werden. Die Färbereien werden mehrmals pro Saison kontrolliert. Zum Färben der ausgezeichneten Ostereier werden ausschließlich lebensmittelechte, im Zulassungsverfahren streng geprüfte Farben verwendet.

Info-Schwerpunkt rund um Ostern

Ostern bietet die perfekte Gelegenheit, um die Konsumenten über Qualität, Haltungsform und Stempelung am Ei zu informieren, beispielsweise mittels Beiträgen im Dienst der Öffentlichkeit - ein TV-Sonderformat des ORF außerhalb des Werbeblocks. Dialogische Maßnahmen wie Verteilaktionen oder Social Media begleiten den Schwerpunkt der AMA.

*) Die RollAMA ist die rollierende Agrarmarktanalyse der AMA-Marketing in Zusammenarbeit mit der GfK und KeyQUEST Marktforschung. Basis ist das Gfk-Haushaltspanel. Dabei führen 2.800 österreichische Haushalte Aufzeichnungen über ihre Einkäufe im Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Hofer und Lidl). Die RollAMA-Daten umfassen die Warengruppen Fleisch und Geflügel, Wurst, Milch und Milchprodukte, Käse, Obst, Gemüse, Erdäpfel, Eier, Tiefkühlprodukte, Fertiggerichte, aber nicht Brot und Gebäck.(Schluss)


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