• 19.03.2018, 20:17:47
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  • OTS0177

Neues Volksblatt: "Roter Slalom" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 20. März 2018

Utl.: Ausgabe vom 20. März 2018 =

Linz (OTS) - Es war nicht zu erwarten, dass die SPÖ mit der
Beantwortung der Dringlichen Anfrage zur Causa BVT durch
FPÖ-Innenminister Herbert Kickl zufrieden sein würde. Schließlich
muss man die Angelegenheit ja am Kochen halten, sie ist derzeit so
etwas wie das tägliche oppositionelle Brot. Gezeigt hat die Debatte
jedenfalls, dass die SPÖ tendenziell lieber dem oberflächlichen
Populismus als der sachkundigen Debatte frönt. Sich vom Innenminister
öffentlich darüber aufklären lassen zu müssen, dass eine
Glock-Pistole an einem Polizisten nichts Außergewöhnliches, sondern
die Standardausrüstung ist, ist eher peinlich.
Apropos peinlich: Jedenfalls in diese Kategorie gehört die Ambivalenz
der SPÖ, was die Blauen überhaupt betrifft. Ausgerechnet an dem Tag,
an dem man sich den Innenminister parlamentarisch vorknöpft, lobt der
SPÖ-Bundesgeschäftsführer die rot-blaue Koalition im Burgenland. „Die
Auffälligkeiten der Funktionärinnen und Funktionäre, wie in anderen
Ländern und auf Bundesebene, gibt es hier nicht“, die
burgenländischen Freiheitlichen wären vielmehr bereit,
sozialdemokratische Politik mitzutragen, redet Max Lercher sich
schön, was sonst verpönt ist. Hier die pannonischen Guten, da die
Regierungsbösen — etwa wenn Klubchef Andreas Schieder Innenminister
Kickl „polemischen Geifer“ attestiert - : so ein Blau hat etwas von
einem Slalom. Hin und wieder fädelt man einfach ein.

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