• 14.03.2018, 10:22:10
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UGÖD für Bildungsinvestitionen und gegen zukunftsblinde Budgetkürzungen

Sozialer Zusammenhalt, Integration und Förderung als gemeinsame Aufgabe aller LehrerInnen

Utl.: Sozialer Zusammenhalt, Integration und Förderung als
gemeinsame Aufgabe aller LehrerInnen =

Wien (OTS) - Die Fördermittel von 80 Millionen aus dem sogenannten
Integrationstopf sollen mit 31. Dezember 2018 auslaufen, im leicht
angehobenen Bildungsbudget sind nur mehr 40 Millionen Euro für
Integration vorgesehen, statt der 850 FörderlehrerInnen, statt
zusätzlicher PsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen und mobiler
interkultureller Teams sind nur mehr 440 LehrerInnen für von ÖVP und
FPÖ forcierte und kostensenkende Deutsch-Sonderklassen vorgesehen.

„Das bedeutet Separation statt Integration. Teamteaching wird
generell in Frage gestellt und zum Einsparungspotential erklärt,“
kritisiert Reinhart Sellner, Vorsitzender der Unabhängigen
GewerkschafterInnen in der GöD (UGöD) die Regierungspläne. „Betroffen
sind vor allem die ‚Pflichtschulen‘ VS, NMS und PTS. Diese Kürzungen
im Bildungsbereich und das Ende Februar angekündigte Streichen von
Integrations-Projekten im AMS-Bereich treffen sozial Schwache,
Arbeitsuchende, MigrantInnen, Flüchtlinge und ihre Kinder.“

Zwt.: Integration als Aufgabe der LehrerInnen aller Schultypen

Sellner weiter: „Die KollegInnen der Neuen Mittelschulen/NMS,
Volksschulen/VS und Polytechnischen Schulen/PTS und ihre SchülerInnen
werden von dem im Budget 2019/20 eingeplanten Auslaufen von
Integrationsmaßnahmen massiv getroffen. Sie brauchen die Solidarität
aller LehrerInnen, auch die der Bundes-LehrerInnen an AHS und BMHS.“
Denn in städtischen Ballungsräumen besuchen 50 % der 10- bis
14-jährigen die Pflichtschule NMS. Doch nur die NMS sind zur
Integration und zur Förderung auch der Kinder aus wirtschaftlich
schwachen Familien verpflichtet. NMS fördern Kinder unabhängig von
Herkunft und sozialem Status der Eltern. Sie können sich - anders als
die AHS – ihre SchülerInnen nicht aussuchen.

Zwt.: Integration braucht Vielfalt und keine Sonderklassen für
MigrantInnen

Soziale Integration und Förderung der schulpflichtigen
10-bis14-Jährigen ist kein Spezialproblem der NMS, sondern gemeinsame
Aufgabe von NMS und AHS-Unterstufen. Der Gesetzgeber hat es aber im
Schulreformgesetz 2017 versäumt, AHS-Unterstufen auch als
Pflichtschulen einzurichten.

Der „Integrationstopf“ ermöglichte die Anstellung von
Unterstützungspersonal an Volksschulen, NMS und AHS, BMHS und BS, die
Anstellung von Fachkräften für Spracherwerb und Integration, von
PsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Sellner: "Die Unabhängigen
GewerkschafterInnen/UGöD und die Österreichischen
LehrerInneninitiativen/ÖLI-UG fordern seine Übernahme ins
Regelbudget. Wir brauchen dieses Unterstützungspersonal an den
Schulen!"

Neunteufel-Zechner Co-Vorsitzende der UGöD abschließend:
„Investitionen in Bildung rechnen sich: Durch verbesserte
Bildungschancen werden demokratische Teilhabe und ein
gleichberechtigtes Zusammenleben erst möglich. Gemeinsam mit ÖGB, AK,
Caritas und Diakonie fordern wir die Bundesregierung auf, in Bildung
zu investieren, in die Zukunft all jener Menschen, die in Österreich
leben und arbeiten.“

Glück auf!

Beate Neunteufel-Zechner und Reinhart Sellner für die Unabhängigen
GewerkschafterInnen in der GÖD

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