- 14.03.2018, 08:00:01
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Greenpeace fordert bessere Vorgaben für Essen in Schulen und Kindergärten
Mehr Bio und regional, weniger Fleisch – Weltweite Kampagne gestartet
Utl.: Mehr Bio und regional, weniger Fleisch – Weltweite Kampagne
gestartet =
Wien (OTS) - Ab sofort setzt sich Greenpeace an dutzenden Orten
weltweit für gesundes und umweltfreundliches Essen in Kindergärten
und Schulen ein. In Österreich verlangt die Umweltschutzorganisation
mehr biologische und regionale Kost sowie weniger fleischlastige
Mahlzeiten in öffentlichen Einrichtungen. Dafür brauche es
verpflichtende Vorgaben seitens der Politik. Wie es derzeit um die
Verpflegung von SchülerInnen und Kindergartenkindern in Österreichs
Bundesländern steht, ist Thema einer laufenden Greenpeace-Erhebung.
„Wie wir uns ernähren, beeinflusst nicht nur unsere eigene
Gesundheit, sondern auch die des Planeten. Das öffentliche
Beschaffungswesen kann hier einen herausragenden Beitrag leisten“,
sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei
Greenpeace in Österreich. Daher hat die Umweltschutzorganisation eine
internationale Kampagne gestartet: Von Frankreich über Österreich bis
nach Thailand setzt sich Greenpeace für besseres Essen an Schulen und
in Kindergärten ein. Schätzungen zufolge werden allein in Österreich
jeden Tag mindestens 900.000 Mahlzeiten in öffentlichen Einrichtungen
ausgegeben. Theissing-Matei: „Vor allem bei der Verpflegung von
Kindern hat der Staat eine enorme gesundheits- und umweltpolitische
Verantwortung.“ Fast jedes dritte Kind, das in Österreich die dritte
Klasse Volksschule besucht, ist laut einer WHO-Studie übergewichtig.
Grund dafür ist neben zu wenig körperlicher Bewegung meist eine
ungesunde Ernährung, vor allem zu viel Fleisch und Zucker.
„Viel Obst und Gemüse, am besten Bio und aus der Region, hingegen
Zucker und Fleisch in Maßen – so sollten die Menüpläne an Schulen und
in Kindergärten gestaltet sein“, so Theissing-Matei. Laut dem
Österreichischen Bundesministerium für Gesundheit sollten Kinder im
Schulalter für eine ausgewogene Ernährung insgesamt höchstens zwei
bis drei Mal pro Woche Fleisch- oder Wurstwaren zu sich nehmen. „Die
Realität sieht oft anders aus. Vielerorts kommen Kinder schon allein
in Schule oder Kindergarten auf drei bis vier Portionen Fleisch- oder
Wurstwaren pro Woche, manchmal auch mehr“, so Theissing-Matei. Eine
landesweite Greenpeace-Erhebung soll nun genauer Aufschluss geben.
Überprüft wird, welche Vorgaben die verschiedenen Bundesländer
bezüglich des Essens haben und was konkret in Schulen und
Kindergärten am Mittagsteller landet. Theissing-Matei empfiehlt:
„Statt Billigstfleisch aus Massentierhaltung sollte Kindern in
Österreich Fleisch von hoher Qualität, am besten aus biologischer
Haltung, geboten werden. Die Stadt Kopenhagen etwa zeigt, dass dies
auch finanziell möglich ist. Dadurch, dass Fleisch weniger häufig auf
der Speisekarte steht, wird Geld gespart. Das wiederum ermöglicht
einen höheren Bio-Anteil.“
Erst vergangene Woche hat Greenpeace einen internationalen
Fleisch-Bericht veröffentlicht. Dieser zeigt, dass ungesunde
Ernährung inzwischen eine der Hauptursachen für vorzeitige Todesfälle
ist. Im Jahr 2016 waren weltweit rund zehn Millionen Sterbefälle
darauf zurückzuführen. Das sind um drei Millionen mehr als auf Grund
der Folgen des Rauchens. Auch auf Klima, Wälder und Artenvielfalt hat
der hohe Fleischkonsum drastische Auswirkungen. KonsumentInnen rät
Greenpeace, seltener zu Fleisch zu greifen, dafür aber zu
Bio-Fleisch. „Österreichische Bio-Marken sind besonders
vertrauenswürdig. Das belegt unser vor kurzem präsentierter
Gütezeichen-Report“, betont Theissing-Matei.
Hier finden Sie die deutschsprachige Kurzversion des
Greenpeace-Reports „Weniger ist mehr“: https://goo.gl/tLv8Nb
Hier finden Sie den Greenpeace-Gütezeichen-Guide „Zeichen-Tricks“:
http://bit.ly/2GRmNZt
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