• 07.03.2018, 12:58:43
  • /
  • OTS0173

ITB: Österreich behauptet sich im internationalen Wettbewerb

Köstinger gibt Startschuss für Erarbeitung des „Plan T – Masterplan für Tourismus“: Schwerpunkte im Bereich verstärkter Kooperation, Finanzierung und zukunftsweisender Indikatoren.

Nationales Mediengespräch auf der ITB

Utl.: Köstinger gibt Startschuss für Erarbeitung des „Plan T –
Masterplan für Tourismus“: Schwerpunkte im Bereich verstärkter
Kooperation, Finanzierung und zukunftsweisender Indikatoren. =

Berlin (OTS) - Das Urlaubsland Österreich kann sich international
sehen lassen. Das zeigen nicht nur die jüngsten Ankunfts- und
Nächtigungsstatistiken sowie das seit Jahren konstante Ranking unter
den Top15 Tourismusländern der Welt. Auch auf der ITB, der Leitmesse
der weltweiten Reisebranche in Berlin, die am Mittwoch eröffnet
wurde, präsentiert sich das österreichische Angebot eindrucksvoll.
Gemeinsam mit 76 Partnern – darunter alle neun
Landestourismusorganisationen, touristische Regionen, Städte und
Leistungsträger – macht die Österreich Werbung von 7. bis 11. März
das Urlaubsland für Fachbesucher und Endkunden erlebbar. „Die ITB
verdeutlicht, wie hart der internationale Wettbewerb geworden ist“,
erklärt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger beim gemeinsamen
Pressegespräch mit Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der
WKÖ-Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, und
ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba heute in Berlin. „Tausende
Destinationen kämpfen um jeden Gast und dessen Aufmerksamkeit. In
Anbetracht dieser Dichte an Konkurrenz ist die Leistung der
Österreich Werbung, der Landestourismusorganisationen und aller
anderen Tourismuswerber Österreichs noch höher einzuschätzen“, so
Köstinger.

Köstinger startet Arbeit für „Plan T – Masterplan für
Tourismus“

Auch wenn es verlockend sei, angesichts der jüngsten Entwicklungen
monatlich von Erfolgen, Rekorden, Zuwächsen und Höchstwerten zu
berichten, müsse man diese differenziert betrachten. „Nachhaltiger
Erfolg im Tourismus ist mehr - es geht um Umsätze, Ertrag,
Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Akzeptanz, etc. Dazu brauchen wir ein
umfassendes und vor allem zukunftsgerichtetes Indikatorensystem, das
uns anzeigt, ob wir am richtigen Weg sind“, so Köstinger.

Um die Basis für eine sinnvolle und nachhaltige Weiterentwicklung des
Tourismus in Österreich zu legen, gab Köstinger auf der ITB den
Startschuss für die Arbeit am „Plan T – Masterplan für Tourismus“.
„Die letzte gesamthafte Strategie für den heimischen Tourismus stammt
aus dem Jahr 2010“, erinnert Köstinger. „Seitdem hat sich vieles
verändert, es ist hoch an der Zeit, dass wir wesentliche Eckpunkte
neu überlegen und erarbeiten. Ein ganz wesentlicher Punkt des neuen
Masterplans werde daher die sinnvolle Messung von Tourismus sein.
„Wir sollten uns vom monatlichen Wettlauf um irgendwelche Rekorde
verabschieden. Ehrlicher wäre es, einmal im Jahr Bilanz zu ziehen und
mit einem Indikatorenset offen und objektiv die Entwicklung zu
diskutieren. Am besten Bund und Bundesländer gemeinsam, um dann auch
die richtigen Schlüsse zu ziehen und Maßnahmen zu setzen. Die Länder
in ihrem Bereich, der Bund in seinem Bereich.“

In die Arbeit zu diesem neuen Masterplan will Köstinger alle
wesentlichen Player des Tourismus miteinbeziehen. „Wir machen das
nicht für uns, sondern für die Branche, einen der wichtigsten
Wirtschaftszweige unseres Landes. Ich werde alle Stakeholder
einladen, ihren Beitrag zu leisten und in verschiedenen
Arbeitspaketen zu diesem Masterplan beizutragen. In einem Jahr, also
im Frühling 2019 wollen wir den fertigen Masterplan auf den Tisch
legen und mit der Umsetzung beginnen. Wichtige Partner sind dabei
natürlich auch die Länder, denn bei ihnen liegt der größte Teil der
Zuständigkeit, wenn es um Tourismus geht.“

WKÖ-Nocker-Schwarzenbacher: Arbeitsmarkt muss im Fokus liegen

„Wir im Tourismus müssen visionäre Traditionalisten sein“,
unterstreicht auch Nocker-Schwarzenbacher und begrüßt den gemeinsamen
Masterplan. Ein wesentlicher Fokus muss dabei für die oberste
Branchensprecherin am wachsenden Arbeitskräftebedarf liegen: „Wir
wissen aus einer aktuellen WIFO-Studie, dass bis 2023 alleine für den
Bereich Beherbergung und Gastronomie mit einem Plus von 36.000
zusätzlichen Beschäftigungsverhältnissen zu rechnen ist.“ Dies zeige
deutlich den dringenden Handlungsbedarf auf, gemeinsam mit der
Politik Strategien und Lösungen zu entwickeln. Dass die Unternehmen
selber aktiv werden und Verantwortung übernehmen, zeigen zudem
zahlreiche nachhaltig wirkende Maßnahmen, wie etwa Investitionen in
Mitarbeiterausbildung, Personalunterkünfte oder die massive Erhöhung
der Lehrlingsentschädigung.

Kooperation zwischen Tourismus & Landwirtschaft und im
Tourismusmarketing

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Strategie wird in der Kooperation
zwischen Tourismus und Landwirtschaft liegen. „Mit der neuen
Aufgabenverteilung in der Bundesregierung ist es gelungen, den
ländlichen Raum aufzuwerten, indem zu Landwirtschaft und Umwelt der
große Themenbereich Tourismus dazugekommen ist. Hier wurde nun
endlich zusammengefügt, was zusammengehört – und in dieser
verstärkten Zusammenarbeit sehe ich noch großes Potenzial“, so
Köstinger. Erste Schritte dieser Vernetzung zeigen sich bereits auf
der ITB, wie die erstmalige Teilnahme der AMA-Marketing am
Österreich-Stand oder die Kooperation zwischen ÖW und dem
Österreichischen Sektkomitee.

Um Kooperation geht es auch im Bereich der Finanzierung (Stichwort
ÖHT, Förderungen) und natürlich auch im Tourismusmarketing. „Wir
sollten darüber nachdenken, wie wir die Kooperation im Marketing auf
neue Beine stellen können. Wir müssen im Ausland die Schlagkraft
erhöhen. Gerade in Fernmärkten ist Einzelkämpfertum zwar vielleicht
heldenhaft, aber selten erfolgreich. Wie können wir am deutschen
Markt, in Europa und weltweit so agieren, dass Österreich im starken
Wettbewerb von unseren potenziellen Gästen wahrgenommen wird?

Als gute Beispiele für erfolgreiche Kooperationen im
Tourismusmarketing nennt Köstinger zum einen die seit heuer
verstärkte Marktbearbeitung von Südkorea. Seit Jänner gibt es ein
eigenes ÖW Büro in Seoul – und gemeinsam mit Tirol, Salzburg und
Kärnten wird neben den sonstigen Maßnahmen zusätzlich Geld in die
Hand genommen. „Die gemeinsame strategische Ausrichtung „In tune with
Austria“ zielt darauf ab, Österreichs bekanntes Kultur-Image um
Natur-und Alpinangebote zu erweitern“, konkretisiert
ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba.

Als zweites Beispiel nennt Stolba die gemeinsamen Anstrengungen von
SalzburgerLand, Tirol, Oberösterreich und der Österreich Werbung in
der ARGE „Stille Nacht“: Am 24.12.1818, also vor 200 Jahren, wurde
das Lied erstmals in Oberndorf gesungen. Inzwischen wird dieses
Friedenslied in über 300 Sprachen auf allen Kontinenten gesungen und
verbindet Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Religion - nur
wenige Menschen wissen allerdings, dass die Ursprünge des
Weihnachtsliedes in Österreich liegen. „Einen Scheinwerfer auf
Österreich in Verbindung mit diesem Lied zu werfen und es nachhaltig
mit seiner Heimat und der Kulturdestination Österreich zu verknüpfen,
ist Ziel unserer gemeinsamen Bemühungen“, erläutert Stolba.

Wichtige Schritte bei Umsetzung der Digitalisierungsstrategie
für den Tourismus

Oberste Priorität für alle in der Branche hat die Umsetzung der im
letzten Sommer erarbeiteten Digitalisierungsstrategie. Im Rahmen des
Masterplans soll daher auch eine Plattform geschaffen werden, um sich
über alle Initiativen auszutauschen, Synergien zu nutzen und
Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.

Seit der Präsentation vergangenen Herbst konnten bereits einige
wichtige Schritte gesetzt werden. So ist es seitens des
Tourismusministeriums gelungen, das Förder-programm
„Forschungskompetenz für die Wirtschaft“ der FFG für die
Tourismuswirtschaft zu öffnen und einen Digitalisierungsschwerpunkt
zu setzen. „Weiterbildung und Aufbau digitaler Kompetenzen ist auch
in unserer Branche der zukünftige Schlüssel zum Erfolg. Durch die
Öffnung des Förderprogramms ‚Forschungskompetenzen für die
Wirtschaft‘ können wir unsere Tourismus-Betriebe nun bei der
Qualifizierung ihrer Fachkräfte gezielt und individuell
unterstützen“, begrüßt Nocker-Schwarzenbacher die neue Möglichkeit,
im Rahmen derer 2 Mio. für förderwürdige Tourismusprojekte zur
Verfügung stehen.

Um den Herausforderungen im digitalen bzw. datengetriebenen
Tourismusmarketing zu begegnen, investiert die Österreich Werbung in
die dafür notwendigen Systeme, um für und mit der Branche zukunftsfit
zu werden. „Durch gezielte Arbeit mit unterschiedlichsten Daten kann
Tourismusmarketing effizienter und effektiver werden. Dazu gibt es
nun auch eine ‚Datenallianz‘ der neun Landestourismusorganisationen
mit der Österreich Werbung. Das gemeinsame Lernen aus den Daten
ermöglicht uns allen besser zu werden – und das ist gerade bei
knappen Mitteln entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so
Stolba abschließend.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | T10

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel