• 04.03.2018, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Kaisers „Schicksal“" von Markus EBERT

Ausgabe vom 5. März 2018

Utl.: Ausgabe vom 5. März 2018 =

Linz (OTS) - Peter Kaiser hat jetzt das gleiche „Schicksal“ wie sein
Tiroler ÖVP-Landeshauptmann-Kollege Günther Platter am Hals: Auch der
Kärntner SPÖ-Landeschef kann sich nach seinem respektablen
Wahltriumph aussuchen, mit welcher Partei er die nächsten fünf Jahre
eine Koalition bildet. Der erste Partner hat sich bereits wenige
Minuten nach Veröffentlichung der ersten Hochrechnung via TV-Kamera
angeboten: Er habe mit Kaiser persönlich ein „korrektes Verhältnis“,
so FPÖ-Spitzenkandidat Gernot Darmann, er freue sich auf
„Verhandlungen auf Augenhöhe“. Ob am Ende tatsächlich Rot-Blau steht,
wird wohl stark an SPÖ-Chef Christian Kern liegen: Sein
Bundesgeschäftsführer Max Lercher hat gleich einmal kund getan, dass
er eine solche Konstellation „für schwierig“ halte.
Bestätigt hat die Kärntner Wahl zum einen, dass es offenbar für die
Landeshauptleute einen Bonus der Wähler gibt, denn auch in NÖ und
Tirol gingen Johanna Mikl-Leitner und Günther Platter gestärkt aus
der Wahl hervor. Die Koalitionspartner auf Bundesebene, ÖVP und FPÖ,
müssen auch nicht unglücklich sein, immerhin legte man prozentuell im
Bereich der prognostizierten Bandbreite zu. Auch wenn es sich um eine
Landeswahl handelte —Unmut sieht anders aus.
Die Grünen legten in Kärnten eine Blaupause der Bundesgrünen hin: Es
wurde gestritten, man spaltete sich und steht jetzt mit leeren Händen
da. Und die Neos-Träume sind auch geplatzt.

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