• 01.03.2018, 22:00:16
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  • OTS0257

Neues Volksblatt: "Steuern steuern" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 2. März 2018

Utl.: Ausgabe vom 2. März 2018 =

Linz (OTS) - Der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Alfred
Trendl, hat recht, wenn er das „reflexartige“ Schlechtreden des
Familienbonus kritisiert. Das parteipolitische Kalkül ist dermaßen
offensichtlich, dass man die Kritik von SPÖ und Pilz leider nicht
ernst nehmen kann. Natürlich könnte man noch mehr für die Familien
tun. Und selbstverständlich wäre es toll, wenn die elterliche
Verantwortung noch mehr honoriert werden würde. Und es kann sicher
nicht die letzte familienpolitische Maßnahme sein. Aber es ist ein
großer, richtiger und wichtiger Schritt.
Die SPÖ-Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek hat recht, wenn sie
wenige Anreize zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit in diesem
Gesetz findet. Es ist auch nur bedingt eine Förderung für „Sozial
Schwache“. Es ist de iure gar keine Förderung.
Beim Familienbonus wird nämlich erstmals festgestellt, dass der Staat
den Familien – sind ja auch die Keimzelle des Staates – schon von
vornherein nicht so viel wegnehmen will, wie jenen Bürgern, die keine
Verpflichtungen gegenüber Kindern haben. Dass man also nicht nur
fördern (etwa durch die Familienbeihilfe) und die Rahmenbedingungen
verbessern muss (Stichwort Kinderbetreuung), sondern dass man
Familien auch steuerlich besser stellen muss. Und man kann hoffen,
dass in diesem Falle Steuern steuern und die Menschen den Mut finden,
verstärkt Familien zu gründen und sich für Kinder zu entscheiden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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