• 28.02.2018, 11:54:46
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AK-Präsident Günther Goach: „Löhne weiter steuerlich entlasten und besonders für Familien und Geringverdiener mehr tun!“

Klagenfurt (OTS) - 

Dass es für Konzerne immer noch steuerliche Schlupflöcher gibt, damit muss Schluss sein! Löhne müssen weiter entlastet und große Vermögen ab einer Million Euro besteuert werden. Besonders für Familien und Geringverdiener muss noch mehr getan werden. „Wir schauen uns an, was die neue Regierung aus ihren Vorhaben umsetzt und wirklich für Arbeitnehmer tut. Gegen Verschlechterungen werden wir entschieden ankämpfen!“, betont Goach.

Familien gerechter entlasten

Familien sollen ab 2019 mit dem „Familienbonus plus“, mit 1.500 Euro pro Kind und Jahr, entlastet werden. Jedoch gilt das nur für jene Eltern, die auch Lohn- bzw. Einkommenssteuer zahlen. Den Grundsatz, wonach jedes Kind dem Staat gleich viel wert sein muss, kann der geplante Familienbonus aber nicht erfüllen. „Eine halbe Million Kinder ginge leer aus. Fairer wäre eine höhere Familienbeihilfe, von der alle Kinder profitieren würden", so Goach. Weitere wichtige Punkte zur Entlastung von Familien sind aus Sicht der AK die Ausweitung der Kinderbetreuung und familienfreundliche Arbeitszeiten anstatt des 12-Stunden-Arbeitstages. 

1.500 Euro steuerfrei

„Eine unserer zentralen Forderungen ist es, dass es einen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto gibt, der steuerfrei bleiben muss!“, betont Goach. Dieser kommt vor allem Beschäftigten in Niedriglohnbranchen wie dem Handel zugute.

Abschaffung der kalten Progression

Aufgrund der Nichtanpassung der Steuerstufen an die Inflation, fallen Steuerzahler in eine höhere Steuerstufe. „Die kalte Progression ist eine heimliche Steuererhöhung, die abgeschafft werden muss“, so Goach.  

Löhne weiter entlasten

Die Lohnsteuerentlastung, die AK und ÖGB durchgesetzt haben, war ein wichtiger Schritt. Weitere müssen jedoch folgen. „Denn gerade Kleinverdiener investieren mehr frei verfügbares Einkommen sofort wieder. So wird der private Konsum belebt, der eine wichtige Stütze für die österreichische Konjunktur darstellt“, hebt Goach hervor. Große Vermögen ab einer Million sollen besteuert werden. Es gehe darum, dass Superreiche ihren gerechten Beitrag leisten müssen. 

Steueroasen schließen

Dass große Konzerne vielfach steuerliche Schlupflöcher nutzen, obwohl die Gewinne beträchtlich sind, sei ebenfalls unfair. Dem Staat entgehen Milliarden, die für Kinderbetreuung, Pflege, sozialer Wohnbau usw. fehlen. Die AK erwartet sich, dass die von der neuen Regierung angekündigten Steuerpläne umgesetzt werden!

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050 477 - 2401
[email protected]
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