DON’T SMOKE: „Vienna City Marathon“ unterstützt Volksbegehren

Auch viele Fachgesellschaften mit dabei - „Kompromisse welcher Art auch immer zu diesem Thema können wir als Ärzte nicht mittragen.“

Wien (OTS) - Mehr als 30 namhafte Organisationen und Fachgesellschaften – darunter unter anderem der „Vienna City Marathon“, die Medizinuniversitäten Wien und Graz, das Österreichische Rote Kreuz sowie die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie - rufen mittlerweile zur Unterstützung des „DON’T SMOKE“-Volksbegehrens auf. ****

Das Volksbegehren erhält damit enormen Rückenwind. Hellmut Samonigg, Mitinitiator des Volksbegehrens und Rektor der MedUni Graz, fordert etwa, „am bereits beschlossenen Gesetz zum Rauchstopp in der Gastronomie festzuhalten. Wir müssen gemeinsam vorwärtsgehen, nicht zurück.“ Auch für den Rektor der MedUni Wien, Markus Müller, ist ‚DON’T SMOKE‘ eine „wichtige und alternativlose Initiative.“

Die unterstützenden Institutionen rufen allesamt auf, das Volksbegehren zu unterschreiben und sprechen dazu auch die politischen Entscheidungsträger direkt an, wie beispielsweise der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, Gerald Schöpfer: „Ich unterstütze das Volksbegehren ‚DON’T SMOKE‘, weil es unverständlich ist, das geplante Rauchverbot in der Gastronomie wieder zu kippen. Das ist ein schwerer gesundheitspolitischer Fehler. In der EU sterben jedes Jahr in etwa eine Viertel Million Menschen an Lungenkrebs, und Rauchen fördert die Entstehung von 16 Krebsarten. Was ist mit der Gesundheit der Bevölkerung?“

Genauso deutlich formuliert es der Präsident des Verbands der leitenden Krankenhausärzte Österreichs, Werner Langsteger: „Wir sind es uns, unseren Patienten, vor allem jedoch unseren Kindern schuldig, dass endlich auch in Österreich ein effizientes Nichtraucherschutzgesetz kurzfristig und ohne Wenn und Aber eingeführt wird. Kompromisse welcher Art auch immer zu diesem Thema können wir als Ärzte nicht mittragen."

Der Präsident der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft, Stefan Kiechl, bezeichnet das generelle Rauchverbot in der Gastronomie als kein „Kann“, sondern ein „Muss“, um Nichtraucher zu schützen.

Aber nicht nur medizinische Fachgesellschaften, sondern auch die Zivilgesellschaft ruft zum Mitmachen auf. Unter dem Slogan „Don’t Smoke. Run!“ bittet etwa der „Vienna City Marathon“ die Laufcommunity um Unterstützung für das Volksbegehren.

Starker Schulterschluss

Die Weitläufigkeit und Notwendigkeit eines verbesserten Nichtraucherschutzes in Österreich zeigt auch der Blick über die Grenze: 17 EU-Staaten haben derzeit eine gesetzliche Regelung für einen umfassenden Nichtrauchschutz. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die direkten Nachbarn bereits unterstützen. Der Initiator des Nichtraucherschutz-Volksbegehrens in Bayern, Sebastian Frankenberger, findet klare Worte: „Seit 2010 haben wir in Bayern ein Nichtrauchschutzgesetz ohne Ausnahmen in der Gastronomie. Sogar Raucher sind mittlerweile größtenteils zufrieden. Es hat kein vermehrtes Kneipensterben gegeben, dafür aber mehr Lebensqualität für Nichtraucher, Sportler, Kinder und jeden Wirt und jede Bedienung.“ Nur ein einheitliches Gesetz ohne jegliche Ausnahmen könne kontrolliert werden und behandle alle Wirte gleich fair.

Und hier die aktuelle Liste aller bereits jetzt unterstützenden Organisationen, die auf www.dontsmoke.at auch mit Statements aufgelistet sind:
- Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
- Österreichische Gesellschaft für Pneumologie
- Österreichische Gesellschaft für Public Health
- Österreichische Gesellschaft für Pathologie
- Österreichische Kardiologische Gesellschaft
- Österreichische Schlaganfall-Gesellschaft
- Österreichische Diabetesgesellschaft
- Österreichische Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
- Österreichische Gesellschaft für Internistische Angiologie
- MedUni Wien
- ÖH der MedUni Wien
- MedUni Graz
- Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung der MedUni Graz
- Public Health School MedUni Graz
- Österreichische Cochrane Zweigstelle und EBM Department Donau Uni Krems
- Austrian Medical Students' Association (AMSA)
- Initiative „Ärzte gegen Raucherschäden“
- Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs
- Wiener Privatklinik
- Österreichisches Rotes Kreuz
- Berufsverband Österreichischer PsychologInnen
- Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien
- Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit
- Schlaganfallhilfe Österreich
- Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
- Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
- Sucht- und Drogenkoordination Wien
- Niederösterreichische Gebietskrankenkasse
- Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau / Gesundheitseinrichtung Josefhof
- Nichtraucherschutz-Volksbegehren Bayern

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Lisa Sophie Lukitsch-Dittlbacher BA
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