Bundesjugendvertretung startet Kampagne "Armut ist kein Kinderspiel"

Mit einer Medienaktion startete die Bundesjugendvertretung (BJV) heute ihre neue Kampagne „Armut ist kein Kinderspiel“.

Wien (OTS) -

Zum Auftakt ihrer Kampagne "Armut ist kein Kinderspiel" machte die BJV am Platz der Menschenrechte auf der Wiener Mariahilferstraße mit unterschiedlichen defekten Kinderspielen auf die Problematik von Armut im Alltag vieler Kinder aufmerksam. 

„Jedes 5. Kind in Österreich ist von Armut betroffen oder bedroht. Die BJV setzt sich für die soziale Absicherung aller Kinder ein! Kein Kind darf in Armut aufwachsen“, betonten BJV-Vorsitzende Julia Herr und Derai Al Nuaimi beim Kampagnenauftakt.

Ziel der Kampagne ist es, auf die Armutsgefährdung von Kindern aufmerksam zu machen und den politischen Handlungsbedarf aufzuzeigen: „Armut bedeutet im Leben von Kindern viele Einschränkungen, nicht nur im materiellen Sinne. Sie wirkt sich auch auf Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Wohnen und soziale Teilhabe aus“, erklärt Herr. Vor allem Familien mit mehreren Kindern und Alleinerzieherinnen sind überdurchschnittlich von Armut betroffen. „Die Politik muss bei der Lebenssituation der Betroffenen ansetzen und Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung, Bildungseinrichtungen, Gesundheitsversorgung und soziale Sicherheit verbessern. Armut kann und muss bekämpft werden“, betont Herr.

Kinderrechte einhalten!

Die BJV betont weiter, dass Kinder laut UNO-Kinderrechtskonvention das Recht auf soziale Absicherung und einen angemessenen Lebensstandard haben: „Österreich hat die Kinderrechtskonvention 1992 ratifziert und 2011 teilweise in Verfassungsrang gehoben. Diese Rechte müssen endlich mehr Wert sein als das Papier auf dem sie geschrieben wurden“, so Al Nuaimi. 

Aktivitäten im Rahmen der Kampagne

Im Laufe der Kampagne wird die BJV unter dem Motto „Armut ist kein Kinderspiel“ mehrere Videospots veröffentlichen. Ebenso werden auch Kinder selbst zu Wort kommen und es soll mit einer Befragung dargestellt werden, was Kinder alles brauchen, wie Kinder die Thematik Armut sehen und welche Meinungen und Gedanken sie dazu haben.

Außerdem wird es unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen geben, beispielsweise eine Ausstellung mit Beiträgen von jungen Menschen. In persönlichen Gesprächen will die BJV PolitikerInnen aus unterschiedlichen Bereichen für die Thematik sensibilisieren.

 Zentrale Forderungen

„Armut ist leider auch in Österreich täglicher Alltag von vielen Kindern. Arme Kinder leben in armen Familien. Es braucht dringend Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen, um ihre Lebenssituation zu verbessern“, betonen Herr und Al Nuaimi gemeinsam.

Dass sich die notwendigen Maßnahmen durch verschiedenste Ressorts ziehen, zeigt sich auch in den Forderungen der Kampagne: 

  • Soziale Absicherung für Kinder
  • Unterhaltssicherung für alle
  • Neue Kinderkostenstudie
  • Bessere Kindergärten
  • Gute Schulen für alle

Links zur Kampagne

Weitere Informationen, detaillierte Forderungen und Fotos gibt es auf der Kampagnenwebsite: www.bjv.at/genugjetzt

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