ÖH ad Uniräte: Qualifikationen kommen zu kurz

Auch die Bestellung Deutschnationaler ist für die ÖH nicht tragbar

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) zeigt sich besorgt über das Ergebnis der Verhandlungen zur Bestellung der Universitätsräte an Österreichs öffentlichen Universitäten. Wie gestern aus Medienberichten bekannt wurde, ist die Liste der Nominierten vonseiten der Regierungsparteien nun fix. Im Vorfeld kam es mehrmals zu Verzögerungen, nachdem Wissenschaftsminister Faßmann einige Vorschläge zur Bestellung abgelehnt hatte.

“Die Nominierungen der Universitätsräte zeigen, dass Qualifikationen scheinbar kein primäres Kriterium für die Bestellung waren”, zeigt sich Hannah Lutz vom Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung skeptisch. “Die im Universitätsgesetz festgeschriebenen Voraussetzungen spielen offensichtlich keine große Rolle bei der Vergabe dieser so wichtigen Positionen innerhalb der öffentlichen Universitäten. So qualifiziert die Betreibung eines Gesundheitsportals wohl kaum zur Arbeit im ‘Aufsichtsrat’ einer medizinischen Universität.” Dass trotz aller Skandale im Zusammenhang mit schlagenden Burschenschaften ein Mitglied einer solchen als Universitätsrat entsandt wurde, stößt bei der ÖH auf Ablehnung. “Gerade im Hochschulbereich erwarten wir uns ein sensibleren Umgang mit der Vergangenheit. Die Bestellung deutschnationaler ‘Aula’-Autoren gehört da definitiv nicht dazu, widerspricht dem Wesen des Universitätsgesetzes und entspricht garantiert nicht internationalem wissenschaftlichen Standard”, so Lutz entschlossen.

Die ÖH fordert strengere Kriterien bei der Bestellung von Mitgliedern der Universitätsräte. Eines der Leitungsorgane unserer Universitäten sollte nicht nach Gutdünken parteipolitischer Interessenslagen, sondern nach der inhaltlichen Eignung der dafür bestimmten Personen beschickt werden. “Universitätsräte bestimmen gemäß ihrer Aufgaben maßgeblich über die Zukunft der Hochschulen mit. Vitamin B darf da keinen Platz haben”, so Lutz abschließend.

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