- 13.02.2018, 09:33:18
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Rote Gesundheitspolitik hat deutliche spuren hinterlassen
Wer ständig alle Expertisen ignoriert, der braucht sich über die Folgen nicht zu wundern: Rückgang bei Qualität, dafür höhere Kosten
„Die Zeiten, in denen Österreich als Musterland für Gesundheitsversorgung galt sind längst vorbei“, so meint Dr. Gabriele Von Gimborn, MPH, Allgemeinmedizinerin und Landtagsabgeordnete. „Fast zehn Jahre Führung des Gesundheitsministeriums durch die SPÖ haben ihre Spuren hinterlassen: Laut einer jüngst veröffentlichten Studie rangiert Österreich in Bezug auf die Qualität mittlerweile auf Platz 14 in Europa, während beim Geldausgeben schon Platz sechs erreicht ist.“
Was bedeutet dieser direkte Vergleich mit anderen Ländern in Europa? „Wir könnten die vergleichsweise schlechte Qualität sicherlich billiger haben, viel besser wäre jedoch die Mittel effizienter einzusetzen um mit gleichem finanziellen Einsatz eine deutliche Verbesserung der Qualität zu erreichen.“ Wie das geht lässt sich aus der Studie laut Dr. Von Gimborn leicht erkennen: „Österreich hat im internationalen Vergleich viel zu viele Krankenhausbetten. Qualitätsverbesserung bei gleichem Mitteleinsatz führt nur über eine Reduktion des Spitalsbereichs zugunsten des niedergelassenen Bereichs.“
90 Prozent aller Behandlungen gehören zum Hausarzt
Genau das predigt die Österreichische Ärztekammer seit Jahren, doch die Gesundheitspolitiker der vergangenen Regierungen haben alle vernünftigen Expertisen und Ratschläge seitens der Ärzteschaft ignoriert. „Stattdessen versucht man nun über postkommunistisch anmutende „Primärversorgungseinheiten“ eine zusätzliche Versorgungsebene zu schaffen, die ganz im Stil der bisherigen roten Gesundheitspolitik keine Qualitätsverbesserung bringen wird, aber dafür noch mehr Geld kostet“, so Dr. Von Gimborn weiter. „Wenn sich das nicht ändert, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass das System unfinanzierbar wird.“
„90 Prozent aller ärztlichen Behandlungen gehören zum Hausarzt“, ist Dr. Von Gimborn überzeugt. „Dort sind sie wohnortnah und daher niederschwellig durchzuführen, dort sind sie nachweislich am förderlichsten für die Gesundheit. Und sie sind dort - vorausgesetzt das System ist mit Vernunft aufgebaut – auch am preiswertesten.“ Und zu dieser Vernunft gehört endlich die bundesweite Einführung eines medizinisch und ökonomisch sinnvollen Leistungskatalogs. „Und zwar ohne Deckelungen und Limitierungen, dafür mit flexiblem Formen der ärztlichen Zusammenarbeit. Wenn wir das schaffen, dann löst sich auch das zusätzliche Problem des Ärztemangels von selbst.“
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Michael Dihlmann
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