Schulschwänzen – Hammerschmid kritisiert „Strafpädagogik“ von Schwarz-Blau

„Helfen statt Strafen“ „Helfen statt Strafen“

Wien (OTS/SK) - „Strafen und Sanktionieren sind offenbar das Leitmotiv dieser Regierung – auch in der Bildungspolitik. Das Vorhaben, einige Tage Schulschwänzen umgehend mit hunderten Euro zu bestrafen, ist eine einfallslose Strafpädagogik. Sie geht nicht an die Wurzeln des Problems und trifft besonders jene Familien, wo es sozial ohnehin schwierig ist“, kritisiert SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid. „Gerade dort, wo es einen schwierigen sozialen Background gibt oder Kinder in einer problematischen persönlichen oder schulischen Phase sind, muss es Ziel des Bildungssystems sein, zu helfen und zu unterstützen – etwa mit Sozialarbeit und Jugendcoaching“, so Hammerschmid heute, Montag. ****

„Wenn ein Kind die Schule schwänzt, dann hat das in der Regel viel tieferliegende Gründe, wie etwa Schulangst, Mobbing oder familiäre Probleme. Diese werden nicht mit einer Verwaltungsstrafe gelöst“, so Hammerschmid. Nicht umsonst wurde in der letzten Regierung ein Verfahren entwickelt, das vor allem auf Kommunikation mit den Eltern setzt und nur als allerletzte Maßnahme Strafen vorsieht. Unser Grundsatz muss Helfen sein, statt Strafen.“

Die rasche Verhängung von Strafen sei aber nicht nur kontraproduktiv im Sinne der Kinder, sondern bedeute auch einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand. „Besser wäre es, der Minister würde sich den großen Themen der Bildungspolitik widmen – etwa der Umsetzung der Schulautonomie, die wir letztes Jahr beschlossen haben und die nun bei den Schulen und vor allem bei den Kindern endlich auch ankommen soll“, so die frühere Bildungsministerin. (Schluss) mb/ah/mp

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