- 12.02.2018, 11:27:48
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Schulschwänzen – Hammerschmid kritisiert „Strafpädagogik“ von Schwarz-Blau
„Helfen statt Strafen“
Utl.: „Helfen statt Strafen“ = =
Wien (OTS/SK) - „Strafen und Sanktionieren sind offenbar das
Leitmotiv dieser Regierung – auch in der Bildungspolitik. Das
Vorhaben, einige Tage Schulschwänzen umgehend mit hunderten Euro zu
bestrafen, ist eine einfallslose Strafpädagogik. Sie geht nicht an
die Wurzeln des Problems und trifft besonders jene Familien, wo es
sozial ohnehin schwierig ist“, kritisiert SPÖ-Bildungssprecherin
Sonja Hammerschmid. „Gerade dort, wo es einen schwierigen sozialen
Background gibt oder Kinder in einer problematischen persönlichen
oder schulischen Phase sind, muss es Ziel des Bildungssystems sein,
zu helfen und zu unterstützen – etwa mit Sozialarbeit und
Jugendcoaching“, so Hammerschmid heute, Montag. ****
„Wenn ein Kind die Schule schwänzt, dann hat das in der Regel viel
tieferliegende Gründe, wie etwa Schulangst, Mobbing oder familiäre
Probleme. Diese werden nicht mit einer Verwaltungsstrafe gelöst“, so
Hammerschmid. Nicht umsonst wurde in der letzten Regierung ein
Verfahren entwickelt, das vor allem auf Kommunikation mit den Eltern
setzt und nur als allerletzte Maßnahme Strafen vorsieht. Unser
Grundsatz muss Helfen sein, statt Strafen.“
Die rasche Verhängung von Strafen sei aber nicht nur kontraproduktiv
im Sinne der Kinder, sondern bedeute auch einen zusätzlichen
Verwaltungsaufwand. „Besser wäre es, der Minister würde sich den
großen Themen der Bildungspolitik widmen – etwa der Umsetzung der
Schulautonomie, die wir letztes Jahr beschlossen haben und die nun
bei den Schulen und vor allem bei den Kindern endlich auch ankommen
soll“, so die frühere Bildungsministerin. (Schluss) mb/ah/mp
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