- 08.02.2018, 13:41:29
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ÖÄK-Steinhart zu langen Wartezeiten: Problem nicht Ärzten in die Schuhe schieben
„Brauchen dringend mehr Kassenstellen“ - Unterstützung vom Patientenanwalt erwartet - bereit für Gespräche mit Bundesministerin Hartinger
Utl.: „Brauchen dringend mehr Kassenstellen“ - Unterstützung vom
Patientenanwalt erwartet - bereit für Gespräche mit
Bundesministerin Hartinger =
Wien (OTS) - Lange Wartezeiten in den Ordinationen sind bedauerlich
und gehen zulasten der Patienten. „Wir lassen aber nicht zu, dieses
Problem den Ärzten in die Schuhe zu schieben“, kritisiert Johannes
Steinhart, Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte und
Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) in Bezug auf
einen heutigen „Kurier“-Artikel. Steinhart fordert die Schaffung
dringend benötigter zusätzlicher Kassenarztpraxen.
Immer weniger Kassenärzte müssen immer mehr Patienten versorgen.
Angesichts einer größer und älter werdenden Bevölkerung steigt der
medizinische Versorgungsbedarf. „Wir weisen seit Jahren auf einen
drohenden Ärztemangel hin. Das wurde von der bisherigen Politik
weitgehend ignoriert“, betont Steinhart.
Die heute in einer Aussendung von Bundesministerin Hartinger-Klein
ausgesprochene Einladung zu einem Gespräch mit Vertretern von
Ärztekammer und Hauptverband sei begrüßenswert. Steinhart: „Wir
brauchen schnellstmöglich eine Lösung für den immer akuter werdenden
Ärztemangel im Bereich der Hausärzte, um die medizinische Versorgung
für die Menschen in diesem Land zu gewähren.“ Der ÖÄK-Vizepräsident
lädt zudem Patientenanwalt Gerald Bachinger ein, sich dafür stark zu
machen, diesen gesundheitspolitischen Notstand zu beheben.
Insgesamt fehlen über alle Fächer verteilt 1.300 Kassenarztpraxen
in Österreich - gerechnet vom Stand des Jahres 2000. Dazu steht
gerade in den kommenden Jahren eine Pensionierungswelle bei den
Hausärzten bevor. „Wenn nicht bald etwas passiert, haben wir ein
richtig großes Problem“, mahnt Steinhart. Mit dem Schlechtreden der
Leistung der Ärzteschaft werde man junge Medizinerinnen und Mediziner
aber nicht für eine Hausarzttätigkeit motivieren können. „Der
Hausarztberuf muss aufgewertet werden, sofort!“, so Steinhart
abschließend.(MaH)
(Schluss)
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