Fachgruppe Werbung Wien fordert: Weg mit der Werbeabgabe

Reaktion auf Lobbying-Papier „Medienstandort Österreich“

Wien (OTS) - „Schafft endlich die wirtschaftsfeindliche Werbeabgabe ab! Faire Alternativen gibt es genug.“ So reagierten Fachgruppenobmann Marco Schreuder und Stellvertreter Konrad Maric auf den am Dienstag veröffentlichten Beitrag im Falter zum geheimen Medien-Lobbying-Papier. In dem Dokument, welches unter anderem „radikale und brisante Vorschläge für eine Neuordnung der Öffentlich-Rechtlichen und Privaten Mediensysteme enthält“, wird auch eine Ausweitung der Werbeabgabe auf Online-Werbung vorgeschlagen anstelle der lange geforderten Abschaffung und den Ersatz durch ein zeitgemäßes gerechtes Abgabensystem. 

Obmann Marco Schreuder dazu: „Für die Werbe- und Kreativwirtschaft sind unabhängige Medien die beste Basis für wirtschaftlichen Erfolg und Kooperation. Abgesehen vom gefährlichen Ansinnen, Medienpolitik als Boulevard-Wunschkonzert zu gestalten, ist die Ausweitung der Werbeabgabe, wie sie im vom Falter veröffentlichten Geheimpapier der Boulevardmedien gewünscht wird, strikt abzulehnen.“

Werbeabgabe abschaffen

Seit knapp zwei Jahrzehnten wird in Österreich die Werbeabgabe eingehoben. Vielen Werbern ist diese Abgabe ein Dorn im Auge. Marco Schreuder empfindet diese als „ein unnötiges Unikat, das es nur in Österreich gibt. Die Werbeabgabe ist endgültig abzuschaffen.“ Die Werbeabgabe benachteiligt Schreuder zufolge die Werbe- und Kreativwirtschaft gegenüber US-Online-Konzernen und der europäischen Konkurrenz. „Kein Finanzminister tut der heimischen Wirtschaft einen Gefallen, die Werbeabgabe als bequeme Einnahmemöglichkeit zu behalten oder gar zu erweitern“, erklärt Marco Schreuder.

Konrad Maric ist strikt gegen den Fortbestand der Werbeabgabe: „Sinnvolles Ziel der Diskussion kann nur eine gerechte Besteuerung aller sowie eine Vereinfachung des Bagatell-Steuersystems sein.“ Damit führt auch an der Umsetzung des Konzepts der digitalen Betriebsstätte als Steuergrundlage im grenzüberschreitenden Online-Bereich und einer ersatzlosen Abschaffung der Werbesteuer kein Weg vorbei. Vorausgesetzt, man möchte das eigentliche Problem wirklich lösen. Konrad Maric dazu des Weiteren: „Eine Ausweitung der Werbesteuer ist absurd rückwärtsgewandt und schadet den vielfältigen zukunftsorientierten, fleißigen Kommunikationsbetrieben in Österreich.“

Für den Vertreter der Werbewirtschaft Konrad Maric ist es umso wichtiger, in der von der Bundesregierung angekündigten Medien-Enquette eine breite Meinungsbildung und eine vernünftige Abwägung vielfältiger Argumente zuzulassen. „Die ist allerdings nur durch das Einbeziehen der Expertise der Kommunikations- und Werbewirtschaft sowie der Zehntausenden KMUs der Kommunikations- und Medienbranche zu erreichen.“ 

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien stellt dafür ihr Know-how gerne zur Verfügung. 

Wir beziehen uns auf diesen Bericht: https://www.ots.at/redirect/falter

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