- 31.01.2018, 12:28:50
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Königsberger-Ludwig: Politik hat Verantwortung, wenn Markt versagt
„Streichung der Aktion 20.000 ungerecht und unsozial“
Utl.: „Streichung der Aktion 20.000 ungerecht und unsozial“ =
Wien (OTS/SK) - „Die Politik hat eine große Verantwortung, wenn der
Markt versagt“, sagt SPÖ-Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig
heute, Mittwoch, in der Nationalratsdebatte und unterstreicht den
Erfolg der Aktion 20.000: „Wir haben damit sinnstiftende
Arbeitsplätze geschaffen, nicht nur Qualifizierungen oder
Schulungen.“ ****
Königsberger-Ludwig hebt den hohen Stellenwert, den Arbeit in der
Gesellschaft generell aber auch für jeden einzelnen Menschen hat,
hervor: „Arbeit garantiert Einkommen, Selbstwert, Selbstvertrauen und
ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben.“ Arbeitslosigkeit ist für
viele Menschen daher eine der größten Herausforderungen in ihrem
Leben. Besonders für Menschen über 50 sei der Verlust des Jobs
schlimm, „ältere Langzeitarbeitslose haben oftmals trotz 80
Bewerbungen keine Chance, eine Anstellung zu finden. Zu alt, zu
überqualifiziert, zu teuer seien oft die Antwort und der Weg in die
Langzeitarbeitslosigkeit oftmals Lebensrealität. Damit verbunden sind
finanzielle, gesundheitliche und psychische Probleme“, sagt
Königsberger-Ludwig. Die Aktion setzt genau da an und bietet
Langzeitsarbeitslosen Arbeit, Perspektiven und neue Chancen. Der
Erfolg der Aktion 20.000 sei neben den Zahlen auch an der Dankbarkeit
der Menschen abzulesen. „Genau in diesem Moment streicht die
Regierung die Aktion 20.000, obwohl die Langzeitarbeitslosigkeit von
Menschen über 50 in den Pilotbezirken um 5,1 Prozent gesunken ist –
während sie in anderen Regionen um 2,1 Prozent gestiegen ist“, so
Königsberger-Ludwig.
"Das ist keine neue Gerechtigkeit", kritisiert die SPÖ-Abgeordnete
die Arbeitsmarktpolitik der Regierung, vielmehr ist sie „ungerecht,
unsozial und verantwortungslos.“ Zudem soll die Notstandshilfe
abgeschafft und die Mangelberufsliste regionalisiert werden. Das Ziel
der Regierung sei damit klar erkennbar, der Druck auf arbeitslose
Menschen soll erhöht und ein neuer Billiglohnsektor geschaffen
werden. „Das ist nicht unser Weg. Wir stehen für Arbeit, die
ordentlich entlohnt wird, für Arbeitslosenleistungen die Menschen vor
Armut schützt und für eine aktive Arbeitsmarktpolitik für spezielle
Gruppen, wenn für sie der Markt versagt. Die SPÖ steht auf der Seite
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und auf der Seite von
arbeitslosen Menschen“, betonte Königsberger-Ludwig abschließend.
(Schluss) up/ls/mp
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