Königsberger-Ludwig: Politik hat Verantwortung, wenn Markt versagt

„Streichung der Aktion 20.000 ungerecht und unsozial“

Wien (OTS/SK) - „Die Politik hat eine große Verantwortung, wenn der Markt versagt“, sagt SPÖ-Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig heute, Mittwoch, in der Nationalratsdebatte und unterstreicht den Erfolg der Aktion 20.000: „Wir haben damit sinnstiftende Arbeitsplätze geschaffen, nicht nur Qualifizierungen oder Schulungen.“ ****

Königsberger-Ludwig hebt den hohen Stellenwert, den Arbeit in der Gesellschaft generell aber auch für jeden einzelnen Menschen hat, hervor: „Arbeit garantiert Einkommen, Selbstwert, Selbstvertrauen und ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben.“ Arbeitslosigkeit ist für viele Menschen daher eine der größten Herausforderungen in ihrem Leben. Besonders für Menschen über 50 sei der Verlust des Jobs schlimm, „ältere Langzeitarbeitslose haben oftmals trotz 80 Bewerbungen keine Chance, eine Anstellung zu finden. Zu alt, zu überqualifiziert, zu teuer seien oft die Antwort und der Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit oftmals Lebensrealität. Damit verbunden sind finanzielle, gesundheitliche und psychische Probleme“, sagt Königsberger-Ludwig. Die Aktion setzt genau da an und bietet Langzeitsarbeitslosen Arbeit, Perspektiven und neue Chancen. Der Erfolg der Aktion 20.000 sei neben den Zahlen auch an der Dankbarkeit der Menschen abzulesen. „Genau in diesem Moment streicht die Regierung die Aktion 20.000, obwohl die Langzeitarbeitslosigkeit von Menschen über 50 in den Pilotbezirken um 5,1 Prozent gesunken ist – während sie in anderen Regionen um 2,1 Prozent gestiegen ist“, so Königsberger-Ludwig.

"Das ist keine neue Gerechtigkeit", kritisiert die SPÖ-Abgeordnete die Arbeitsmarktpolitik der Regierung, vielmehr ist sie „ungerecht, unsozial und verantwortungslos.“ Zudem soll die Notstandshilfe abgeschafft und die Mangelberufsliste regionalisiert werden. Das Ziel der Regierung sei damit klar erkennbar, der Druck auf arbeitslose Menschen soll erhöht und ein neuer Billiglohnsektor geschaffen werden. „Das ist nicht unser Weg. Wir stehen für Arbeit, die ordentlich entlohnt wird, für Arbeitslosenleistungen die Menschen vor Armut schützt und für eine aktive Arbeitsmarktpolitik für spezielle Gruppen, wenn für sie der Markt versagt. Die SPÖ steht auf der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und auf der Seite von arbeitslosen Menschen“, betonte Königsberger-Ludwig abschließend. (Schluss) up/ls/mp

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