Tag der Elementarpädagogik: LH Kaiser fordert einheitliche Hochschul- Ausbildung und bessere Bezahlung

Kindergärten sind Fundament pädagogischer Ausbildung und brauchen noch bessere Rahmenbedingungen – PK zum Ziel „Kärnten, kinderfreundlichste Region Europas“ in nächsten Tagen

Klagenfurt (OTS) - Anlässlich des morgigen Tages der Elementarpädagogik fordert Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser die Bundesregierung auf, bei ihren Bildungsplänen der Elementarpädagogik besonderes Augenmerk zuzuwenden. Konkret fordert Kaiser die Umsetzung einer auch für alle leitenden Kindergärtnerinnen und Kindergärtner einheitlichen Hochschul-Ausbildung sowie einer Angleichung der Bezüge. „Es ist einfach unerklärlich, warum wir jene Pädagoginnen und Pädagogen, denen wir im Rahmen der Bildungskarriere das Wichtigste, das wir haben, nämlich unsere Kinder, als erstes anvertrauen, nicht ebenso ausbilden und auch bezahlen, wie jene die dann mit ihnen weiter arbeiten dürfen“, so Kaiser.

    Letztlich würden eine einheitliche Ausbildung und eine bessere, fairere Bezahlung nicht nur der Wertschätzung für das Engagement der Elementarpädagoginnen und –pädagogen Ausdruck verleihen. „Damit könnten wir auch dem Mangel an männlichen Elementarpädagogen wirksam entgegentreten. Für viel junge Männer ist leider auch die vergleichsweise geringe Bezahlung mit ein Grund andere berufliche Wege einzuschlagen. Dabei wäre es wichtig, dass die Kinder im Kindergarten und in der Volksschule auch eine männliche Bezugsperson haben“, ist Kaiser überzeugt.

    Allein in Kärnten sind von 1.983 Elementarpädagoginnen und –pädagogen (Krippen/Kitas, Kindergärten, altersgemischte Einrichtungen) 1.956 Frauen und 27 Männer. Das Einstiegsgehalt liegt bei knapp 2.000 Euro brutto, inklusive Leitungszulage. Zum Vergleich, das Einstiegsgehalt für einen Junglehrer liegt gemäß dem neuen Dienst- und Besoldungsrecht bei rund 2.500 Euro, zudem gibt es für Fächer mit einem Mehraufwand in der Vor- oder Nachbe­reitung eine Zulage von bis zu 548,6 Euro monatlich.

    Eine entsprechende Initiative zur Aufwertung der Elementarpädagoginnen und –pädagogen würde auch seine Bemühungen ergänzen, Kärnten zur kinderfreundlichsten Region Europas zu machen, so Kaiser. Bekanntlich hatte Kaiser angekündigt, in den nächsten fünf Jahren, sämtliche Kärntner Betreuungseinrichtungen für Kinder von 0 bis 6 Jahren beitragsfrei machen zu wollen. Ausgenommen sollen nur Essensbeiträge und Aufpreise für besonders elitäre, private Einrichtungen sein. „Damit geben wir nicht nur jedem Kind, unabhängig vom Einkommen der Eltern die gleichen Chancen, wir entlasten damit auch zehntausende Kärntner Familien, die sich die Betreuung ihre Kinder nicht oder nur schwer leisten können und dadurch gezwungen sind, dass ein Elternteil, zumeist die Frau, zu Hause bleiben muss und nicht die Wahlfreiheit für einen Job hat“, so Kaiser.

    Details und Informationen über weitere geplante Maßnahmen, wie Kärnten zur kinderfreundlichsten Region werden soll, wird der Landeshauptmann in einer Pressekonferenz in den nächsten Tagen bekannt geben.

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